Plattenkritik

Gisbert Zu Knyphausen - Live im Konzerthaus Dortmund

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Release Date: 10.02.2012
Datum Review: 18.03.2012

Gisbert Zu Knyphausen - Live im Konzerthaus Dortmund

 

Wer GISBERT ZU KNYPHAUSEN und seine Band jemals live erleben durfte, der weiß, dass hier keine großen Reden geschwungen werden. Herr ZU KNYPHAUSEN versteht es, melancholischen Pop zu machen, der fest in der Singer/Songwriterszene verwurzelt ist. Bereits für das letzte Album "Hurra! Hurra! So nicht." suchte er sich eine Band zusammen und so geht man nun natürlich auch auf Tour und spielt die Konzerte gemeinsam. Und was da zusammenkommt, kann man auf dem jüngst veröffentlichten Livealbum genießen.

Das hier keine seichte Popmusik präsentiert wird versteht sich von selbst. Die Band bewegt sich des öfteren hin zu den sanften Jazz- und Blueselementen, welche einem den steinigen Weg direkt ins Herz wunderbar weich polstern. Vibraphon, Besen auf den Trommelfellen dort und hier, sanften Mollakkorde auf dem Klavier und dann das Cello. Inklusive Improvisationseinlagen, die sich hinter nichts und niemandem verstecken brauchen. Hier wird musikalisches Können gewahr und zeigt Können jenseites des stupiden popigen Turnaroundschemas auf. So erfahren einige alten Balladenperlen, welche GISBERT bereits in Ohrwürmer verwandeln konnt, eine neue Metamorphose. Andere Stücke wie "Verschwende deine Zeit" dürfen auch noch ganz einfach im alten Stil und lediglich mit Gitarre und Stimme dargeboten werden, ohne dass ihnen das Attribut abgespeckt zufallen würde. Bescheidenheit siegt und dies ist doch abermals ein Album welches zeigt, wo Musiker die Finger und das Herz haben.

Tracklist:
1. Ich bin Freund von Klischees und von funkelnden Sternen
2. Erwischt
3. Es ist still auf dem Rastplatz Krachgarten
4. Verschwende deine Zeit
5. Hey
6. Morsches Holz
7. Dreh dich nicht um
8. Grau, Grau, Grau
9. Kleine Ballade für Zwischendurch
10. Nichts als Gespenster

Alte Kommentare

von fail 19.03.2012 13:24

same here: jaanz großes fail

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Jule

Autoren Bio

wäre gern teil einer postfeministischen emopunkband/ verbalprimatin/ kuchenveganerin/ ich kann mir keine songtitel merken, selbst die meiner lieblingssongs vergesse ich.../ ich bin nicht betrunken, ich bin immer so/ fraujule.blogspot.de

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