Plattenkritik

Gloomball - The Quiet Monster

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Release Date: 27.03.2015
Datum Review: 17.03.2015

Gloomball - The Quiet Monster

 

Die harte, äußere Schale täuscht ein wenig darüber hinweg, dass GLOOMBALL mitnichten Visagen blutig spielen. Die Mannheimer servieren vielmehr auf ihrem zweiten Album „The Quiet Monster“ Heavyrock, der auch mal in eine derbere Metalkante abdriftet, meist aber etwas gezügelt wurde und das almighty Riff in den Vordergrund stellt. Das von „Kohle“ Kohlmannslehner superb produzierte Teil erinnert von der Grundtendenz daher an Bands wie GODSMACK oder FIVE FINGER DEATH PUNCH, allerdings hätte ruhig öfter mal das „Monster“ im Titel anstatt das „Quiet“ bemüht werden können. So ist sehr viel Raum der stimmlichen Darbietung gelassen worden, die auch aufgrund der durch einen rockigen Vibe transportierten vielschichtigen Gefühlsschwankungen zu überzeugen weiß. Das Gehirn stellte zunächst Parallelen zu Shawter (Sänger der französischen Neo Thrash/Death Band DAGOBA) her, aber da Frontmann Alen Ljubic und seine Mannen aus Mannheim kommen, war das eine arglistige Täuschung. „The Quiet Monster“ legt sehr viel Wert auf stimmige Songs, die mit wenig Schnickschnack meist über eine Bridge zum Mittelpunkt, dem Refrain, stoßen und auch den Groove und die Atmosphäre einfangen. Jeder Song auf diesem Album hat seine Daseinsberechtigung dahingehend, dass über die gesamte Spielzeit keine Ausfälle zu verzeichnen sind. Ganz im Gegenteil: Dieses Album wird sicherlich eine Vielzahl von Hörern überzeugen können, da es auf eine professionelle Art und Weise internationalen Standards gerecht wird. Aber genau da liegt auch für mich der Knackpunkt: An vielen Stellen klingt das ruhige Monster für mich etwas zu belanglos, zu glatt und zu behandelt. Ich kann mir gut vorstellen und auch heraushören, wie lange an den Arrangements getüftelt und geschliffen wurde, um eine runde Sache zu erstellen. Aber hier kann sich nicht wehgetan bzw. an Ecken und Kanten aufgehangen werden, hier kann nicht nach Intensität und Abgründen gesucht werden. Dieses immer an der Oberfläche schwimmende Album zieht mich nicht runter und somit ist es nicht mit Langlebigkeit versehen worden. Aber das ist subjektives Klagen auf hohem Niveau und am besten überzeugt ihr euch selbst davon, ob euch GLOOMBALL packen oder nicht!.







Tracklist:
1. The Quiet...
2. Monster
3. Straight To Hell
4. All Beauty Dies
5. Towards The Sun
6. Sirens (Die Alone)
7. One More Day
8. Sullen Eyes
9. (Don't) Surrender
10. Unbreakable
11. Blood Red World
12. Blue Is Turning Into Gray

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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