Plattenkritik

Gloria Morti - Lateral Constraint

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Release Date: 02.11.2012
Datum Review: 09.11.2012

Gloria Morti - Lateral Constraint

 

Donzdorf ist vielen Metalmaniacs vor allem als Sitz des Label Giganten Nuclear Blast bekannt. Aber im Baden Württembergischen Ort ist auch ein weiteres Label beheimatet, dass sich Cyclone Empire nennt. Und wenn es um den Death respektive Black Metal Untergrund geht, hat gerade dieses Label seit Jahren ein konstant hohes Niveau unter ihren Artisten. Eine etwas bekanntere Band im Roster ist GLORIA MORTI, die mit „Lateral Constraint“ ihr viertes Album veröffentlichen. Und die Finnen zelebrieren eine Death/Black Metal Mischung, die vom Highspeed-Geprügel mit Melodieverständnis geprägt ist.

Die Produktion ist sehr dick aufgetragen worden, was dem Material Rückenwind verleiht und dieses gnadenlos durchs Ziel drischt. „Lateral Constraint“ ist trotz der vordergründigen Brutalität sehr bombastisch und atmosphärisch gehalten, dass dennoch ein aggressives Gewitter dabei herausgekommen ist mit auf den Punkt gebolzten Songs, ist das Verdienst der homogen aufspielenden Band. Der Mann am Mikro ist trotz einer wohligen Tiefe immer verständlich und macht seine Sache ausgesprochen gut, da er facettenreich und mit Charisma gurgelt. Da es auch Temporeduzierungen und den Blick auf die Intensität gibt („Hallucinations“) und GLORA MORTI immer auch den Blick für Finnen relativ untypische unpeinliche Melodien haben, muss dieses Album abermals gelobt werden. Zudem erweist sich dieses Inferno nach und nach als heranwachsendes Ungetüm, dass sich von Gleichgesinnten abhebt.

Wer sich einen Mix aus BEHEMOTH und VADER vorstellen kann, der sollte GLORIA MORTI für sich entdecken.




Tracklist:
1. Lex Parsimoniae
2. The First Act
3. Our God Is War
4. Aesthetics Of Self-Hyperbole
5. Sleep, Kill, Regress, Follow
6. Hallucinations
7. Slaves
8. Non-Believer
9. The Divine Is A Fraud
10. Conclusion

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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