Plattenkritik

Gloryhammer - Tales From The Kingdom Of Fife

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Release Date: 29.03.2013
Datum Review: 30.03.2013

Gloryhammer - Tales From The Kingdom Of Fife

 

Christopher Bowes hat ein Händchen dafür, einen akkuraten Namen für seine Bands zu finden. Heißt seine bierseelige Piratenbande ALESTORM, hat er sein Nebenprojekt nun GLORYHAMMER getauft. Stilistisch sind die Schotten – Das dürfte wie gesagt der Name schon verraten – dem Power Metal zuzuordnen. Musikalisch könnte man sie mit einer reduzierten Version von Rhapsody (egal ob mit oder ohne „Of Fire“) vergleichen. Im Unterschied zu den Italienern verzichten GLORYHAMMER jedoch auf ausladende Kompositionen und konzentrieren sich hauptsächlich auf einen guten Songaufbau, der sich in der Live-Situation 1:1 umsetzen lässt. Heraus kommen dabei neun Lieder (plus Intro), die man gut und gerne als Alestorm im Power-Metal-Format bezeichnen könnte. Den Fokus immer auf eine eingängige Melodie und einen epischen Chorus gelegt, gehen die Tracks allesamt schnell ins Ohr und entwickeln sich in kurzer Zeit zu Hits. Selbst das überlange „The Epic Rage of Furious Thunder“ am Ende des Albums ist kurzweilig und überrascht mit einigen originellen Wendungen. GLORYHAMMER kommen einem dabei oft vor wie die Karikatur einer Genre-Band, die einerseits mit den Elementen des Genres spielt andererseits dabei – gewollt oder ungewollt – vieles besser macht als diese. Dabei erfinden GLORYHAMMER das Rad natürlich nicht neu, spielen mit Klischees, wissen aber am Ende trotzdem zu überzeugen. Fans der Hauptband ALESTORM werden sicher auch mit Bowes neuem Projekt etwas anfangen können, die Freunde des epischen Power Metals können mit GLORYHAMMER aber auch ihren Spaß haben.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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