Plattenkritik

Godsmack - The Oracle

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Release Date: 07.05.2010
Datum Review: 10.05.2010

Godsmack - The Oracle

 

GODSMACK machen nach wie vor nicht den Fehler, zu sehr auf die Radiotauglichkeit ihrer Songs zu schielen. Die Bostoner bewahren sich und ihrer Gefolgschaft somit davor, als NICKELBACK Klon abgestraft zu werden und knüpfen mit ihrem fünften Album „The Oracle“ nahtlos an die Erfolge der Vergangenheit an. Kurzum: Sie verbiegen sich nicht. So brauchen die zehn Songs einige Runden, um Ausdrucksstärke zu entfalten. Knietief gestimmter Heavy Rock, der sowohl eine gewisse Stadionkompatibilität als auch den Charme eines feuchten, versifften Proberaums im Kellerraum eines Studentenwohnheims transportiert. Das seit Jahren erfolgreiche, eingeschliffene Lineup drückt mit clever arrangierten, Muskel bepackten Tracks, die der Langeweile trotz einer gewissen Riffmonotonie strotzen, seinen Stempel in die US-Amerikanische Rocklandschaft, die wie immer mit Metalhügeln übersäht ist. Wenn dem Quartett neben der Abgenutztheit von relativ eng beieinander liegenden Alben ein Vorwurf gemacht werden kann, dann höchstens der, dass „The Oracle“ in seiner Gangart den ein oder anderen Tritt (wie „Shadow Of A Soul“, das mit etwas mehr Tempo ausgestattet ein gut konditioniertes Gitarrensoli meistert) gut getan hätte. Im instrumentalen Abschlusstiteltrack rocken die Helden dann auch noch ein wenig progressiv, bevor die Geschwindigkeit angezogen wird. Letztlich wird Kritik an der Band abprallen und den Anhängern GODSMACKs völlig egal sein, Anfängern jedoch ist mit den ersten beiden Alben ein besserer Eindruck über die Geschicke der Megaseller zu bieten.

Tracklist:
1. Cryin' Like A Bitch
2. Saints and Sinners
3. War And Peace
4. Love-Hate-Sex-Pain
5. What If?
6. Devils Swing
7. Good Day To Die
8. Forever Shamed
9. Shadow Of A Soul
10. The Oracle

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Clement

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Ich fühle mich zu alt