Plattenkritik

Golden Reef - Mockery Meaning

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Release Date: 27.04.2007
Datum Review: 30.06.2007

Golden Reef - Mockery Meaning

 

Kennt jemand das Cover von Trent Raznors „Hurt“ von…Kermit dem Frosch?
Johnny Cash verhalf „Hurt“ zu spätem (und tragischem) Ruhm. Aber weniges kommt an Kermits Version ran. Ja, Kermit, der Frosch aus der Muppet Show, der nach dem Tod von Muppet Vater Hanson in ein tiefes emotionales Loch fiel. Das Video dazu lässt sich in den grenzenlosen Weiten des Netzes finden und treibt mir noch immer Tränen in die Augen.

GOLDEN REEF haben weder viel zu tun mit Cash, Raznor oder den Muppets, allerdings klingt Sänger Christoph Comper auf „Mockery Meaning“ wie Kermit nach einer Flasche Selbstgebranntem. Das ist dann aber eine der eher sympathischeren Eigenschaften der Band aus Vorarlberg. Nach dem letztjährigen Debüt „Out Of The Forest“ ging das Quartet auf Selbstfindungstrip durch die Campingplätze und Billgabsteigen Londons (was jetzt anscheinend so was wie das Shangri-La des Pop darstellt), um „ihren“ Sound zu finden. Was genau gefunden wurde, lässt sich pauschal nicht sagen, jedoch war wahrscheinlich eine Platte der KINGS OF LEONS dabei, die ja bekanntlich im UK eine größere Fanbase haben, als drüben in Nashville.

Die Parallelen sind teilweise unheimlich. „Are You Lookin’ At?“ könnte so auch von den Followills stammen. Ansonsten gibt es radiotauglichen Gitarrenpop („Dance On Its Grave“), bei dem jeder Anflug von innovativen und interessanten Elementen (etwa das SNOWDEN mäßige Intro des Titeltracks) sofort durch Britpop Marke altbekannt ersetzt wird.

OASIS als Vorbild? Ja bitte! Aber dann eher als Bruder im Geiste alá TOMTE, und nicht durchgepaust von GOLDEN REEF.


1. Kick In The Teeth
2. Mockery Moaning
3. Pickin Stars
4. Dance On Ist Grave
5. Easy As Hell
6. Outside The Door
7. Are You Lookin’ At?
8. Knockin
9. King Of The Road
10. Would You

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Dennis

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