Plattenkritik

Goon Moon - Licker’s Last Leg

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Release Date: 18.05.2007
Datum Review: 13.05.2007

Goon Moon - Licker’s Last Leg

 

Supergroup ist ein so unschönes Wort, spricht man damit doch den involvierten Musikern die Daseinsberechtigung der Band nur aufgrund des Star-Status der einzelnen Mitglieder zu. Im schlimmsten Fall sind die Namen nur das Zugpferd für ein Produkt, das horrende Rechnungen begleichen soll. Sowas gehört auf den Mond verbannt. Auf den (man verzeihe mir die reichlich bemühte Überleitung) schießen sich nämlich GOON MOON. Der freundliche Erd-Trabant bleibt aber nicht der einzige Ausflugsort, Sphären jenseits des menschlichen Verständnisses, die Wüste und die BEE GEES sind weitere Ziele.

Jeordie White (seines Zeichens NINE INCH NAILS Bassist) und Chris Goss (MASTERS OF REALITY, sowie Produzent von QOTSA, KYUSS uvm.) haben sich auf ihrem zweiten Album „Licker’s Last Leg“ ein hochkarätiges Ensemble zwischen Stoner-Rock Heroen (Josh Homme), Altpunks (Whitey Kirst von IGGY POP), Industrial Experten (Josh Freese – NIN) und einer ganzen Reihe mehr zusammengetragen, Laptops und Synthies an die „Desert Sessions“ Diesel-Motoren im Sky Valley angeschlossen und sich abseits ihrer sonst so messerscharf definierten Genre Grenzen ausgetobt.

Und sie hatten Spaß bis zur letzten Minute. Opener „Apple Pie“ etwa beginnt kratzig, entpuppt sich dann aber als poppige Ballade, die Vertracktheit und Psychedelic Anteile von dem, was noch so kommt nur latent andeutet. „My Machine“ ist dann wieder ein kompromissloser Stoner-Rock Song. Die Erwartungshaltung wird dann aber wieder total umgeschmissen mit dem BEE GEES Cover „Every Christian Lion Hearted Man Will Show You“, das im Album einen neuen, ungemein poppigen Strang einleitet, inklusive 60s Band-Chor Gesänge und fröhlichen Sonnenscheinsongs („Lay Down“) und „The Golden Ball“ sind dann einfach nur 9 Minuten Psychedelic-Schwurbel-Pop in Reinkultur.

Zu besonders vielen Live-Auftritten wird es wohl leider nicht kommen, dazu sind die Macher allesamt viel zu sehr mit ihren „regulären“ Projekten beschäftigt. Aber GOON MOON hat besonders großen Erfolg gar nicht nötig. Es geht um die Freude, das zu machen, was in der ureigenen Kombo nicht geht. Und das gelingt auf „Licker’s Last Leg“ ganz hervorragend.

Tracks:
1. Apple Pie
2. My Machine
3. An Autumn That Came Too Soon
4. Feel Like This
5. Pin Eyed Baby
6. Hardcore Q3
7. Tip Toe
8. Every Christian Lion Hearted Man Will Show You
9. Lay Down
10. Balloon?
11. The Golden Ball
12. Built In A Bottle

Alte Kommentare

von Thomas Hornbruch 15.05.2007 11:25

Supergeniales Album... ...mehr Infos und Goon Moon Support findet Ihr hier... ...www.mastersofreality.de

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Dennis

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