Plattenkritik

Gorguts - Colored Sands

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Release Date: 30.08.2013
Datum Review: 03.09.2013

Gorguts - Colored Sands

 

GORGUTS sind zurück. Mit „Colored Sands“ demonstrieren die kanadischen Tech Deather, wie man eine Ruhepause von mehr als zehn Jahren eindrucksvoll beenden kann.

Seit ihrer Gründung (1989) stellen GORGUTS für viele Genreanhänger eine qualitativ hochwertige Konstante im technischen Death Metal dar. Im Jahre 2001 erschien mit „From Wisdom To Hate“ das letzte reguläre Studioalbum der Band aus der kanadischen Tech Death Hochburg Québec. Fast genau zwölf Jahre herrschte seit dem Stille um das Quartett von Mastermind Luc Lemay.
Gestärkt mit einem wahrem Death Metal Dreamteam, bestehend aus John Longstreath (ORIGIN), Colin Marston (BEHOLD THE ARCTOPUS) und Kevin Hufnagel (DYSRHYTHMIA), kehren GORGUTS nun mit ihrem fünften Studiowerk zurück.
„Colored Sands" ist keines dieser typischen höher, schneller, frickeliger Tech Death Alben. Diese Phase haben die Kanadier längst hinter sich gelassen. „Colored Saints“ ist ein Werk, welches in neun Akten die hohe, technisch überaus anspruchsvolle Todeskunst umhüllt und durch verschiedene, meist düstere Atmosphären transportiert. Hier winden und verschieben sich Gitarren-Riffs in verschiedene Richtungen, bevor sie sich wieder fallen lassen und empor schießen. Die Songs sind gespickt mit kaum nachvollziehbaren Strukturen, schwindelerregenden Gitarrensoli und schwer greifbaren Fragmenten. Ein Schlagzeug, das massive, rhythmische Ebenen baut und wieder nieder blastet und von tiefen Bass-Fundamenten gehalten wird. Die Kunst des Ganzen und die große Tat von Lemay und seinen Mannen ist es, diese abstrakten Gebilde zusammen zu halten und hörbar zu gestalten. Ein Unterfangen, welches das Quartett mit Bravour meistert. Es ist erstaunlich, welche Wege GORGUTS gehen und meistern, bis sie zum Ende hin tatsächlich an der Wiedererkennung eines Songs gelangen. Vergleichbar sind diese monströsen Kompositionen in Teilen mit schleppenden, beschwörenden BEHEMOHTH, die sich mit mit den Neuseeländern von ULCERATE duellieren.
Aber was es auch immer ist, es ist etwas Großes. Sicherlich keine leichte Kost, aber durchaus ein Album, welches es Wert ist, erkundet zu werden.

Trackliste:
1. Le Toit Du Monde
2. An Ocean Of Wisdom
3. Forgotten Arrows
4. Colored Sands
5. The Battle Of Chamdo
6. Enemies Of Compassion
7. Ember's Voice
8. Absconders
9. Reduced To Silence

Alte Kommentare

von Henno 10.09.2013 19:43

Lange kein so gutes Tech Death Album mehr gehört.

von Clement 10.09.2013 22:05

dann lass dich mal von der ULCERATE wegblasen

von wololooo 14.09.2013 12:19

Dito, mir geht die Ulcerate auch nochmal ne Spur besser ins Gehör, ohne dass dabei Abstriche bei Brutalität und technischer Finesse gemacht werden. Wobei das Scheibchen hier auch ziemlich brilliant ist.

von Henno 19.09.2013 21:55

Na, dann werd ich mir die mal besorgen.

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