Plattenkritik

Graf Orlock  - Destination Time Trilogy

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Release Date: 03.03.2009
Datum Review: 21.09.2009

Graf Orlock - Destination Time Trilogy

 

Was passiert, wenn Filmstudenten Musik machen zeigen uns eindrucksvoll die kalifornischen GRAF ORLOCK. Ihren Sound bezeichnen sie selbst als "Cinema Grind". Wenn man ihre Musik dann hört ist dieser Bezeichnung nichts hinzuzufügen. Zwei Sänger machen gewaltig Druck mit ihren Stimmbändern, wobei der eine recht Hardcore-lastig zu Werke geht und überwiegend shoutet, und der andere eher kratzig (und auf die Dauer sehr penetrant) herumschreit. Nicht selten muss man bei ihm an einen stimmbruchgeplagten Jugendlichen denken, oder auch an Poldi, dem Drachen aus der Sendung "Hallo Spencer". Kein Scherz. Pessimistische aber auch mit Sozialkritik versehene Songs irgendwo zwischen Grindcore und Powerviolence pfeffern uns GRAF ORLOCK (benannt übrigens nach dem - bis auf das "c" - gleichnamigen Vampir aus dem Klassiker "Nosferatu") um die Ohren. Texte und Titel beziehen sich auf die stets verwendeten Filmsamples. Dabei orientiert man sich vorrangig an 80er und 90er Jahre Actionfilme. Manchmal werden aber auch andereGenres aus dieser Zeitspanne genommen. Das bleibt aber eher die Ausnahme. Somit ist diese Band eine wahre Fundgrube für Filmfreaks (Zitate raten galore) und Freunde der extremen Klänge. Da sich GRAF ORLOCK bisher nur auf ihre "Cinema Grind Trifecta" (also ihre 3 Werke "Destination Time: Yesterday (2006), Tomorrow (2007) und Today (2009) und einigen Split-CDs sowie der “Corpserate Greed” EP) beziehen, gibt es kaum nennenswerte Unterschiede im Sound, bzw. der Spielart (auf dem aktuellen Album überrascht ein Track mit Bläsern). Ansonsten serviert man rasenden Mosh 'n' Grind. Die Produktion scheint zudem immer gleich zu bleiben. Dennoch kann man nicht von Stagnation sprechen, denn dieses Vorgehen ist das ständige Ziel der Band: More of the same. Jedoch immer qualitativ auf hoher Ebene. Für Fans von: PIG DESTROYER, ORCHID, HEWHOCORRUPTS.

Tracklist der drei "Destination Time" Alben:
01.Tactical Destruction
02.50 Year Storm
03.Not Economically Viable
04.Improvement Society
05.Dutch And The Demon
06.Prove It
07.Massacre!
08.Captives Of The Thuggee
09.Rotten Kid
10.Hauser
11.Personal Stuff
12.Panic At The Galleria
13.Border Crossing
14.Marmot
15.A Chat With The Pentagon
16.Untitled
17.Game Time
18.A Shocking Interrogation
19.A Misappropriation Of Sector Resources
20.Corpserate Greed
21.A Waste Of Ammo
22.I Think I'm Going To Love The Future
23.Todd And Janelle
24.The Dream Left Behind
25.Chapter III
26.Run Over By A Truck
27.Franky; Buying Dog Food
28.An Interest In Prosthetics
29.Not Our Problem
30.Days Of High Adventure
31.Deluxe Mental Hospital Tour
32.Jamming In Traffic
33.Pre-Retirement Nerves; “Cop Killers”
34.Talking Terrorism
35.Murder On The MTA
36.A Bad Day In Africa
37.End Credits: Voice Of America's Sons

Alte Kommentare

von simtz 21.09.2009 23:05

ich find graf orlock super! da steckt kreativität hinter dem augenscheinlich-banalen grindcoregeficke :) find ich jedenfalls 8!

von arndt 02.10.2009 14:50

hammer 9/10!

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Ian

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