Plattenkritik

Graveworm - Fragments Of Death

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Release Date: 14.10.2011
Datum Review: 12.10.2011

Graveworm - Fragments Of Death

 

Im regelmäßigen Abstand von zwei Jahren bringen die Südtiroler GRAVEWORM ihre Alben auf den Markt. Das letzte Album „Diabolical Figures“ kam 2009 – logisch, dass nun 2011 ein neues Album ansteht. Es hört auf den Namen „Fragments Of Death“.
Hat sich etwas geändert an GRAVEWORMs Musik? Nein, wohl eher nicht. Sie spielen immer noch Dark-Metal. Sie produzieren ihre Platte immer noch so, als hätten METALLICA den Loudness-War noch nicht gewonnen.
Der Opener „Insomnia“ gibt die Marschrichtung an. Die Tiefe Stimme ihres Frontgrunzers Stefano im Vordergrund, ein Keyboardteppich im Hintergrund, die Leadgitarre immer mit einer eingängigen Melodie bestückt, das Schlagwerk immer songdienlich gehalten. Die meisten Lieder spielen sich im Midtempo-Bereich ab. „Old Forgotten Song“ überzeugt durch seine tollen Riffs, „Absence Of Faith“ mit einer simplen Keyboardmelodie und das Instrumental „The Prophecy“ mit seiner dichten Atmosphäre. So richtig neu ist das aber alles nicht. Es ist eher so, dass sich GRAVEWORM an vielen Stellen selbst kopieren. Viele Arrangements klingen zwar eingängiger als auf den Vorgängeralben, sind dabei aber auch wieder schnell aus dem Ohr verschwunden.
„Fragments Of Death“ ist das beste Album seit „(N)Utopia“ geworden. Das allein ist jedoch kein Qualitätsmerkmal, denn die letzten beiden Werken waren nicht das Gelbe vom Ei. Die Produktion des Albums ist, wie oben bereits angedeutet, wieder sehr modern ausgefallen. Wer seine Musik gerne laut hört, wird seinen Spaß daran haben. Diejenigen, die ein tiefes, differenziertes Klangbild suchen, gehen hier leer aus. Alles in allem ein nettes Dark-Metal-Album, welches das Genre jedoch keinesfalls revolutioniert.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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