Plattenkritik

Greg MacPherson - Sun Beats Down

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Release Date: 23.04.2006
Datum Review: 28.05.2006

Greg MacPherson - Sun Beats Down

 

Greg McPherson ist kein unbeschriebenes Blatt mehr, auch wenn es immer schwer war ihn auf Tonträgern zu bekommen. Doch jetzt gibt es endlich etwas greifbares in Form dieses Longplayers. Der Kanadier hat in der nahen Vergangenheit jede Menge Shows gespielt, und war in den Staaten mit den Weakerthans und Propagandhi unterwegs, aber hat auch bereits unzählige Clubs in Europa gesehen. Greg ist jetzt bei PlayRec aus Dänemark untergekommen, die auch Lack beheimaten. „Sun Beats Down“ schlicht als Songwriter Album abzutun wäre sicher nicht ganz richtig. Hier spielen zwar viele klassischen Elemente eine typischen Songwriter Albums mit hinein, aber darüber hinaus auch eine gehörige Portion Rock. Die Referenz, die ich im Info noch am ehesten nachvollziehen kann ist der Billy Bragg Vergleich. Was Greg jedoch besonders ausmacht ist sein charakteristische Stimme, die immer schön wabbelt und zittert wenn er lauter wird. Vielleicht hat er ein wenig von Rocky Votolato? In jedem Fall einer dieser Gänsehaut-Künstlern... Bei „California“ muss ich schon mehrmals hart schlucken. Insgesamt muss ich neidlos eingestehen dass Greg hier ein wundervolles Gesamtwerk geschaffen hat, was mich berührt, mich mitfiebern lässt und mit dem ich mich identifizieren kann. Wer sich selber einen Songwriter schimpft hat selten etwas positives und motivierendes zu sagen, und so schildert uns Mr McPherson auch eher typische Szenarien der Arbeiterklasse, die jedoch weiß Gott nicht hoffnungslos oder depressiv sind, sondern eher gesund und melancholisch. Top Dingen!

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Shawn

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