Plattenkritik

Greyline - Red Carpet Avenue

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 12.07.2005

Greyline - Red Carpet Avenue

 

Die Jungs von Beniihana Records waren mir irgendwie schon immer sympathisch. Ob es nun an den Bands liegt, die sie gesignt haben, oder an den Shows die sie auf die Beine stellen und dabei mächtig viele lokale Bands unterstützen... Fragt mich nicht! Auf jeden Fall flatterte mir kürzlich das 23.ste Release im Beniihana-Katalog ins Haus. Dabei handelt es sich um die Niederländische Band GREYLINE. RED CARPET AVENUE ist dabei ihr erster Longplayer der sich so gut in der ersten Pressung verkauft hat, dass nun Nachschub in Form einer 2. Pressung angeschafft werden musste.

Erinnert das Artwork noch ein wenig an die Figuren vom HOT WATER MUSIC Künstler Scott Sinclair, passt die Musik kein Stück in diese Erwartung. Denn GREYLINE sind wie Medikamente, sie schmecken irgendwie nicht, doch wird man davon schnell süchtig. Musikalisch kann man sich eine Symbiose aus BOTCH, CONVERGE und RED CORD mit einem Hang zu mehr offenen und dadurch dissonanten Akkordspielerein und ein wenig weniger Metalanleihen vorstellen. Nicht das Greyline nicht auch mal den Hardcore-Hammer rauskramen, es darf gemosht werden. Und es wird auch mal gegrunzt. Der Gesang ist im allgemeinen durch so kleine Effekte wie im dritten Track „Tears drown the Fire“ immer wieder überraschend und hebt vereinzelnd Songs hervor. „The Simple Sweat and Clean“ dagegen wühlt einen innerlich durch diese ungewöhnliche Überlagerung der Stimmen innerlich auf... Und vielleicht liegt es daran, dass Melodien sonst Mangelware sind, aber man erkennt nach den ersten Durchläufen (auch schon ein paar in den ersten Malen) unterschwellige Melodien.

Bei Platten die irgendwie dem Chaos-Sektor zugeordnet werden können ist der Grad zwischen Beachtung und Abscheu ziemlich schmal. Doch GREYLINE verdienen Beachtung, denn die RED CARPET AVENUE ist eine Reise wert. Eine schöne Mischung aus „vertrautem“ Chaos und ein paar netten neuen Ideen.

Doch bekanntlich ist Chaos-Mucke Geschmackssache. Musik zum Genießen klingt anders! Mir gefällt die Scheibe richtig gut. doch kann ich mir vorstellen, dass so manch einer diese Platte verabscheuen könnte, werde ich die Hauptbewertung ein wenig runtersetzen. Für Leute die mit obengenannter Musik keine Probleme haben, sollten GREYLINE mal anchecken.

Autor

Bild Autor

Christian

Autoren Bio

Suche

Social Media