Plattenkritik

Guadalajara - Weapons Of Mass Seduction

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Release Date: 13.02.2009
Datum Review: 26.01.2009

Guadalajara - Weapons Of Mass Seduction

 

Österreichs GUADALAJARA servieren uns zur nasskalten Jahreszeit mit ihrem dritten Album ihr ganz persönliches, sonniges Gegenmittel zur allgegenwärtigen Tristesse. "Weapons Of Mass Seduction" präsentiert uns die Bläser-affine 8-Mann Kapelle eingängiger und zugleich experimentierfreudiger denn je.

Möchte man GUADALAJARA anfänglich schnell im Skapunk Genretopf verschwinden lassen muss man das voreilige Kategorisierungsunterfangen schnell revidieren. Natürlich liefert der Feldbacher Trupp mit seinem Dutzend Songs auch einiges an klassischem Third Wave Ska Material ab, generell überrascht man hingegen mit einer ausgesprochenen Vielseitigkeit, fernab vom einfachen Genre-Einmaleins. Serviert man mit dem Opener "Dreamcatcher" noch einen poppunkigen Ohrwurm mit einem eher dekorativem Bläserbeiwerk, darf man sich fortfolgend an
Synthieelmenten, Drum n Bass mäßigen Drumloopintros und lässigem Karibikflair laben. Die Arrangements bleiben durchdacht, das Gesamtkonzept mit der Darian Rundall (PENNYWISE, SUICIDAL TENDENCIES, YELLOWCARD) Produktion stets eingängig und gefällig, und dies sogar ein wenig zu sehr. Ein bisschen weniger Watte und stattdessen einige Ecken und Kanten hätte "Weapons Of Mass Seduction" sicherlich nicht schlecht getan. So bleibt ein tanzfreudiges, angenehmes Drittwerk, von Superlativen halten sich die Österreicher jedoch fern.


Tracks:
1. DREAMCATCHER
2. NO MATTER
3. TURN UP
4. THE ULTIMATE NOTE
5. GOODBYE
6. ROCK'N ROLL TO THE WORLD
7. CASE OF SYMPATHY
8. ATTACKED FROM ALL SIDES
9. LEAVE THIS TOWN
10. I'LL BE ALRIGHT
11. ANTHEM TO THE CLASS OF '96
12. THE CIRCUMSTANCES COLLIDE



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Torben

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Allschools Chef

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