Plattenkritik

Gurd - Never Fail

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Release Date: 21.10.2011
Datum Review: 10.10.2011

Gurd - Never Fail

 

Wenn eine Band bereits 9 Alben auf ihrer Habenseite verbuchen kann, dennoch mehr oder weniger unbekannt ist, muss etwas gehörig falsch gelaufen sein. Um die Thrash Maniacs wach zu rütteln, wurde dann auch im Lager der Schweizer von GURD in der Presse mit Beschreibungen wie “bis dato härtestes und schnellstes Album“ sowie „…fühlt sich an wie Neuanfang“ um sich geworfen, hinzu gesellen sich die Buddies Gary und Tom von PRO-PAIN als Gäste. „Never Fail“ ist dann aber eher ein "Fail Never", da insgesamt kein "fail" herauskommt, allerdings"never" durchweg auf anvisiertem hohem Niveau gezockt wird.

GURD setzen von Beginn an auf eine besondere, sehr eigene Duftmarke im Thrash Metal, wobei sie höchst mögliche Abwechslung auf sehr eng gesteckten Grenzen bieten. Leider verfügt die Band nicht über einen Shouter, der dem Thrash Vibe zugänglich ist, seine Vocals sind für die aggressive Vorgehensweise etwas zu dünn und auch zu monoton. Das Gros der Songs verfügt über einen ordentlichen Groove, auch stimmt der Abgehfaktor. Es bedarf keiner großen Eingewöhnungszeit, „Never Fail“ setzt auf Nachvollziehbarkeit und die Gastbeiträge von PRO-PAIN Mitgliedern scheint kein Zufall zu sein, denn streckenweise klingen die Schweizer wie eine Thrash Metal Inkarnation der New Yorker. Hin und wieder schimmert eine leichte New Metal Affinität durch das Songwriting, gerade der Sprechgesang gepaart mit ordentlich Midtempo Punch in „Burn Yourself“ lässt darauf schließen. Aber abgeklärt und versiert klingen GURD vor allem in den Songs, die wie „Rising From The Ashes“ nach vorn gehen und mit ordentlich Speed unterlegt wurden. Wenn die Produktion ein wenig druckvoller gewesen wäre, wenn einige Songs nicht so spurlos an einem vorbeigegangen wären und nicht das sterbenslangweilige Instrumentalstück „Velver Apocalypse“ an das Ende gestellt worden wäre, dann würde mehr als anerkennendes Kopfnicken für „Never Fail“ herausspringen.

Tracklist:
1. Never Fail
2. Terminate
3. Burn Yourself
4. Rising From The Ashes
5. A Higher Meaning
6. The Truth Will Leak
7. Blame Someone Else
8. No Sleep For The Damned (Grapes Of Wrath)
9. Velvet Apocalypse

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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