Plattenkritik

Gwen Stefani - Love, Angel, Music, Baby

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Release Date: 01.01.1970

Gwen Stefani - Love, Angel, Music, Baby

 

Das lang erwartete Solo Debüt der charismatischen NO DOUBT Frontfrau GWEN STEFANI steht endlich in den Startlöchern. Mit NO DOUBT hat die platinblonde, stets top durchgestylte Sängerin bereits unzählige Erfolge wie den Grammy und mehr als 20 Millionen verkauften Scheiben gefeiert und machte bei ihrer Collabo mit EVE ebenfalls eine ausgezeichnete Figur. Trotzdem schien GWEN STEFANI nichts dem Zufall überlassen zu wollen und so glitzert und glänzt die Playlist von “Love, Angel, Music, Baby” mit erfolgsversprechenden Collabos und Features. Die von Newsweek als MADONNAs Erbin erklärte Stefani holte sich unter anderem DR DRE, THE NEPTUNES, ANDRE 3000 von OUTKAST oder EVE ins Boot. Trotz des Einflusses der Hip Hop Creme de la Creme hat sich GWEN STEFANI mit ihrer Scheibe doch stark an den 80ern orientiert und wartet mit Dance-lastigen Upbeat Tracks und New Wave Elementen auf, die es in sich haben. Der mit Applaus und einem Piano startende Opener “What You Waiting For?”, der auch die erste Singleauskopplung darstellt, entwickelt sich schnell zum ersten heißen Dancetrack mit einer gehörigen Portion Rock. Beim von DR DRE produzierten “Rich Girl” revanchiert sich EVE auf einem mitreißenden Dancehallbeat für das 2001er "Let Me Blow Ya Mind". Es folgt der hochkarätige Clubtrack “Hollaback Girl” der das NEPTUNES Brandzeichen trägt und mit Bläsern daher kommt. Danach geht aber der Ausflug in die früheren Dekaden los. Sei es die wunderschöne Synthie-Balade “Cool” oder der Grease-mäßige Dialog von “Bubble Pop Electric”. Der G-Funk Track “Luxurious” ist der kleine Aussetzer zur Halbzeit bevor es bei “Harajuku Girls” mit asiatische Samples und Fernost-Flavor weitergeht. Die Eighties Dance-Nummer “Crash” erinnert mich dann sogar ein wenig an MADONNAs “Get Into The Groove”. Ich könnte noch jeden weiteren Song aufzählen, der sich immer von seinen Vorgängern und Nachfolgern unterscheidet und für sich absolut großartig ist. GWEN STEFANI hat es auf “Love, Angel, Music, Baby”, wenn auch mit einer menge Hilfe geschafft, ein mitreißendes, stets tanzbares Album zu produzieren, welches sich weit losgelöst vom typischen NO DOUBT Sound in die Gehörgänge des Zuhörers schraubt. Großartig!

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Torben

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Allschools Chef

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