Plattenkritik

Gwen Stefani - The Sweet Escape

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Release Date: 01.12.2006
Datum Review: 07.12.2006

Gwen Stefani - The Sweet Escape

 

Platinblondchen Gwen hatte es ja eigentlich schon mit ihrer Hauptband NO DOUBT geschafft, aber die gold-glitzernde Welt des Hip Hops war einfach zu verlocken. Mit tatkräftiger Unterstützung des Who is Who in der Musikproduzentenriege sowie viel versprechenden Kollaborationen ging die Powerfrau im Soloanlauf mit "Love. Angel. Music. Baby." Auf Nummer sicher und feierte ausgesprochene Charterfolge. Aufgrund ihrer Wandlungsfähigkeit verglich man GWEN STEFANI sogar schon mit MADONNA und erklärte sie zur legitimen Nachfolgerin der Popkönigin.

Die frisch gebackene Mama Gwen schiebt nun ihren zweiten Solostreich nach, in dessen Anschluss man sich dann auch mal wieder um NO DOUBT kümmern möchte. Mit saftigen Neptunes Beats geht "The Sweet Escape" auch gleich in die Vollen. Unsere Protagonisten hat sich weiterhin dem Hip Hop verschrieben und garniert den Opener "Wind it up" welcher zugleich die erste Single darstellt mit bayrischen Jodlern und "Hollaback Girl"-Flair. Ansonsten hört sich der eingängige Club-Bouncer nach einer Mixtur aus MISSY ELLIOTT und "My Humps" von den BLACK EYED PEAS an. Ordentlich wachgerüttelt und durchgeschwitzt wird der Zuhörer ziemlich rasch mit poppigen Balladen zur Ruhe gebracht. Das Adrenalin verpufft, der Puls wird runtergefahren und leider auch ein wenig der qualitative Anspruch trotz tatkräftiger Unterstützung. Zeitgenössischer Pop steht auf dem Programm, gut produziert aber leider nur allzu vergänglich. Ansprechender wird es bei der Pharrell Collabo "Yummi" bei der natürlich wieder die Beats im Vordergrund stehen. Irgendwo zwischen Pop, RnB, HipHop und 80ies Einflüssen findet jeder Song dieses Albums seine Daseinsberechtigung, obwohl man den Hitgeist der ersten Soloscheibe nicht erneut beschwören kann. Vielleicht hatten die Produzenten ein Stimmungstief, GWEN zeigt sich jedenfalls vielseitig mit unterschiedlichen Flows, unschuldigem Gesang und jeder Menge Power. So richtig übel kann man es der charismatischen Powerfrau nicht nehmen, kaufen muss man "The Sweet Escape" aber auch nicht.

Tracks:

01 Wind it up
02 The sweet escape
03 Orange County girl
04 Early winter
05 Now that you got it
06 4 in the morning
07 Yummy
08 Fluorescent
09 Breakin' up
10 Don't get it twisted
11 U started it
12 Wonderful life
13 Wind it up [Harajuku Lovers live]

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Torben

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Allschools Chef

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