Plattenkritik

HEART OF A COWARD - Deliverance

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Info

Release Date: 02.10.2015
Datum Review: 19.11.2015
Format: CD Digital

Tracklist

 

01. Hollow (04:16)
02. Miscreation (04:35)
03. Turmoil I – Wolves (04:15)
04. Turmoil II – The Weak Inherit The Earth (05:48)
05. Anti-Life (03:43)
06. Grain Of Sand (04:00)
07. Mouth Of Madness (04:50)
08. Deliverance (05:01)
09. Skeletal I – Mourning (05:37)
10. Skeletal II – Arise (04:40)

Band Mitglieder

 

Jamie Graham – (Vocals)
Carl Ayers – (Guitars)
Steve Haycock – (Guitars)
Vishal "V" Khetia – (Bass)
Christopher "Noddy" Mansbridge – (Drums)

HEART OF A COWARD - Deliverance

 

Nach der Trennung folgt die Befreiung. Anders gesagt, nach ihrem Century Media Debüt „Severance“ veröffentlichen die Briten HEART OF A COWARD nun ihre Bewährungsprobe „Deliverance“ und machen damit deutlich, dass sie sich aus dem Status des Newcomers längst heraus gespielt haben.

 

Deliverance“ ist das zweite Album von HEART OF A COWARD für Century Media. Nach dem das englische Quintett die letzten Monate mit intensiven Touren und Auftritten auf den größten Festivals verbracht hat, war es allmählich an der Zeit die Arbeiten zum dritten Langspieler zu starten. Zusammen mit dem Produzenten Jason Hill, der nicht nur als Sänger der Ausnahmemetaller SikTH fungierte und mit eben diesen kürzlich eine Reunion bekannt gab, sondern für viele metallische Produktionen der Neuzeit verantwortlich ist, wurden zehn neue Songs geschrieben und aufgenommen.

Das Ergebnis ist ein spektakuläres Feuerwerk aus technischem Djentmetal und brachialem Deathcore. HEART OF A COWARD beweisen auf ihren neuen Songs, dass sie seit ihrer Gründung 2009 eine stetige Entwicklung vollzogen haben. Im Vergleich zum Vorgänger tackern die Briten ihre Djentriffs noch etwas präziser aus den Saiten und halten dabei den Druck immer auf dem höchsten Level. Trotz der Härte, welche HEART OF A COWARD dabei offenbaren, vergessen sie aber niemals die Struktur eines guten Songs und die Notwendigkeit von gesunder Abwechslung. So sind auf „Deliverance“ nicht nur ziemliche abwechslungsreiche Nummern zu finden, sondern auch die wahrscheinlich melodischsten die HEART OF A COWARD bislang geschrieben haben. Einen großen Anteil daran hat sicherlich auch die farbenfrohe Stimme von Jamie Graham, der mit seiner cleanen Stimme einen Song am Herzen packen und gen Himmel reißen kann. Wie man es von Produzent Hill kennt, wurde das herausragende technische Können der einzelnen Protagonisten perfekt festgehalten und glasklar produziert. Klar dominieren hier die Kemper und Triggersounds, aber das ist in diesem Genre nicht anders zu erwarten gewesen.

Natürlich ist die Fülle an Bands, die aktuell einen ähnlichen Sound fahren, so gut wie unüberschaubar. Dennoch schaffen es HEART OF A COWARD, sicherlich auch dank ihrer Erfahrung, mit „Deliverance“ positiv aus dieser Masse herauszustechen.

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Mulder

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