Plattenkritik

HIT THE LIGHTS - Just To Get Through To You

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 06.05.2016
Datum Review: 10.05.2016
Format: CD Digital

Tracklist

 

01. Blasphemy, Myself and I
02. Drop The Girl
03. Fucked Up Kids
04. Save Your Breath
05. Summer Bones
06. Lighthouse

Band Mitglieder

 

Nick Thompson - lead vocals
Omar Zehery – lead guitar
David Bermosk – bass
Nate Van Damme – drums
Kevin Mahoney – rhythm guitar

HIT THE LIGHTS - Just To Get Through To You

 

Akustik-Songs sind immer so eine Sache. Von vornherein dementsprechend geschrieben und aufgenommen, kann ein tolles Ergebnis dabei rauskommen. Wenn zuvor aber eine Vollversion des Liedes existiert hat, kann das auch in die Hose gehen. Bei HIT THE LIGHTS und ihrer EP „Just To Get Through To You“ trifft beides zu.

Die Punkrocker präsentieren darauf sechs Akustik-Songs. Fünf davon gab es bereits als handfeste Rock-Versionen auf Alben, ein neues Lied („Lighthouse“) wurde eigens für die Platte geschrieben. Zunächst das Positive: Die Absicht der Band ihren Fans etwas Gutes zu tun und quasi als Zwischengang zwischen altem und neuem Album die EP zu servieren, ist absolut toll. Genau so wird die EP auch vom Großteil angenommen werden - als Geschenk. HIT THE LIGHTS Fans können sich also, zu Recht, freuen. Neuer Stoff von einer Lieblingsband ist immer gerne gesehen, bringt Spaß und Freude. Da kann man dann auch mal drüber hinweg sehen, dass nicht alle Akustik-Versionen so wahnsinnig gelungen sind. Es funktioniert halt nicht jedes Lied auch ohne laute E-Gitarre, Schlagzeug und schnellem Rhythmus. „Just To Get Through To You“ beinhaltet solche Fälle. „Blasphemy, Myself and I“ und „Fucked Up Kids“ haben im Original viel mehr Ausdruck. Die Musik trägt und transportiert die Message. Auf der EP geht diese Beziehung verloren. Die Lieder plätschern so vor sich hin. Aber ein positiver Nebeneffekt bleibt dabei nicht aus: Die Stimme von Sänger Nick Thompson kommt schön zur Geltung. Er kann bei allen Liedern eine bravere und glattere Stimme zeigen, die sonst eher selten zum Vorschein kommt. Langweilig klingt sie dabei nicht. Es gibt auch gelungene reduzierte Versionen von den Liedern. „Drop The Girl“, „Save Your Breath“ und „Summer Bones“ klingen so gut, dass sie im Original Akustik-Songs gewesen wären könnten. Dann ist da noch der Neuling „Lighthouse“. Der Song, der sich laut Sänger Thompson selbst geschrieben hat, ist ein emotionales Liebeslied. Allerdings ist es nach der ersten Hälfte nicht mehr ein Akustik-Lied. Es setzen Schlagzeug und E-Gitarren ein, Thompson haut die schmutzige Facette seiner Stimme raus. Es ist ein lauter Abschluss für eine leise CD. „Lighthouse“ verbindet damit die zwei Seiten von HIT THE LIGHTS und zeigt, dass sie nicht unabhängig voneinander sondern zusammen funktionieren können. Insgesamt gesehen ist die EP also zum Großteil gelungen - besonders deshalb, weil sie tatsächlich zu den Fans spricht und durchdringt, wie es der Titel vorschlägt.

 

Autor

Bild Autor

Katharina

Autoren Bio

Studentin, süchtig nach Musik & englischen Büchern, und immer von Fernweh geplagt :)

Suche

Social Media