Plattenkritik

Hacride - Back To Where You’ve Never Been

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 22.04.2013
Datum Review: 14.05.2013

Hacride - Back To Where You’ve Never Been

 

Zusammen mit den mächtigen GOJIRA galten HACRIDE zu den Initiatoren der New Wave Of Technical Metal. Doch anders als ihre Landsmänner haben es die vier Franzosen nie wirklich auf die großen internationalen Bühnen geschafft. Mit einem neuen Line-Up, neuem Label und einem neuen Album namens “Back To Where You’ve Never Been” könnten sie es dieses mal vielleicht schaffen.

Als HACRIDE im Jahre 2007 ihr zweites Album „Amoeba“ veröffentlichten, hatten sie es eigentlich schon so gut wie geschafft. Ihr progressiver und technischer Death Metal Hybrid schaffte es, sich mit seinen aussergewöhnlichen Kompositionen in den Gehörgängen einzunisten und dort einen prägenden Eindruck zu hinterlassen. Die Band wurde fortan in einem Atemzug mit GOJIRA genannt und wurde als eine der innovativsten Newcomer der metallischen Szene gehandelt. Doch auch wenn das Drittwerk „Lazarus“ (2009) die Qualität seines Vorgängers halten konnte, schaffte das Quartett leider nicht den entscheidenden Schritt nach vorn. Mit Album Nummer Vier könnte man das vielleicht ändern. “Back To Where You’ve Never Been” ist der Name des neuen Werks und präsentiert eine Band nach einem Neuanfang.
Den Weggang zweier Gründungsmitglieder verkraftet keinen Band so ohne weiteres. Besonders dann, wenn es sich um zwei tragende Positionen wie die des Sängers und des Schlagzeugers handelt. Umso erstaunlicher, dass HACRIDE auf den acht Tracks ihres neuen Albums so kompakt und ausgereift klingen. Musikalisch bewegt sich das Quartett immer noch durch die Spähren ihres bildreich inszenierten Prog Metal. Die Songs spielen sich über unterschiedliche Rhythmuswellen und toolesken Taktversätzen. Anders, als die bereits erwähnten GOJIRA, suchen HACRIDE dabei ihre Inspirationen aber nicht in spirituellen Ebenen, sondern eher in der Moderne. Soll heißen, dass sie nicht versuchen vertonte Urgewalten in Bewegung zu setzen. Der Vierer spielt sich eher mit technischem Feingewühl gestenreich und kontrolliert durch seine Songs, ohne die Wirkung dieser aus den Augen zu verlieren. HACRIDE wissen genau, wie sie Spannungen aufbauen und gleichzeitig den roten Faden in ihre Songs flechten müssen. Da fällt neben den Ausnahmefähigkeiten der Saitenkünstler nicht nur der variable Neu-Sänger Luis Roux positiv ins Gewicht, sondern ganz besonders Drummer Florent Marcadet. Der Herr, welcher Hauptberuflich noch bei den großartigen KLONE aktiv ist, beweist auch auf diesen Kompositionen, dass er mit seinem Spiel aktuell zu den Besten seiner Zunft gehört.
Abschließend bleibt nur zu sagen, dass HACRIDE mit ihrem neuen Album an die Leistung ihrer Bestmarke anknüpfen und ihnen damit der verdiente, nächste Schritt gelingen sollte.

Trackliste:
1. Introversion
2. Strive Ever To More
3. Synesthesia
4. Overcome
5. Edification Of The Fall
6. To Numb The Pain
7. Ghosts Of The Modern World
8. Requiem Of A Lullaby

Autor

Bild Autor

Mulder

Autoren Bio

-

Suche

Social Media