Plattenkritik

Hanging Garden - At Every Door

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Release Date: 25.01.2013
Datum Review: 21.01.2013

Hanging Garden - At Every Door

 

Natürlich ist es immer einfach, den Namen GHOST BRIGADE in den Mund zu nehmen, sobald eine Band abseits des Dooms herum wildert und ihren Sound mit postatmosphärischen Elementen anreichert. Bei HANGING GARDEN weist der Vergleich sicherlich in die richtige Richtung, auch wenn die Band diesen Weg wesentlich düsterer beschreitet.

Auch der Weg zum dritten Album war für die aus Finnland stammende Band kein einfacher. Das Sextett tauschte nach dem zweiten Longplayer „Teotwawki“ die halbe Mannschaft aus, worunter auch die Position des Frontmannes betroffen war. So könnte man "At Every Door" auch einen Neustart nennen. Trotzdem klingen die acht Songs keineswegs nach einer Band, die orientierungslos nach ihrem Sound sucht. Ansässig ist dieser Sound im düster, atmosphärischen Doom. Doom, der seine Kraft aus schwerem Metal zieht und mit dieser rhythmische Grundgerüste erbaut. Überwiegend agieren die Finnen mit Ruhe und Bedacht und befüllen ihren Kreationen mit dunklen, cineastischen Bildern. Wenn sich der Hörer auf den intensiven Sound einlässt, erwarten ihn sicherlich packende Augenblicke. Denn HANGING GARDEN wissen zu fesseln und Spannungen zu erzeugen.
Das Einzige was den Finnen jedoch fehlt, ist die Wiedererkennung. Elemente, die ihrem Sound das Unverwechselbare verleihen. Keine Frage, HANGING GARDEN bewegen sich auf eine beeindruckende Art und Weise durch ihre Kreationen. Allerdings würde man sich wünschen, dass sie dabei ihre doomfremden Ausflüge konsequenter beschreiten würden.

Trackliste:
1. Ten Thousand Cranes
2. Ash and Dust
3. Hegira
4. Wormwood
5. At Every Door
6. The Cure
7. Evenfall
8. To End All Ages

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Mulder

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