Plattenkritik

Harm's Way - Isolation

Redaktions-Rating

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Release Date: 19.09.2011
Datum Review: 18.11.2011

Harm's Way - Isolation

 

Eines mal gleich vorweg: die neue HARM'S WAY ist ein echtes Monster. Fetter als der Österreichische Volksheld Hermes Phettberg, brutaler als jeder Sturz beim Hahnenkamm-Rennen. "Isolation" ist einfach nur ein Abriss, der seines gleichen sucht.

Als Vorband von NAILS und RISE AND FALL noch als "so mittel" eingestuft (nicht zuletzt wegen dieses Oberprolls am Mikro), überzeugen die fünf Mann aus Chicago auf ihrem Debüt-Album auf ganzer Linie. Was für ein Brett. Schon die in den Keller des Kellers gestimmten Gitarren des Openers "Scrambled" lassen die Kinnlade ein erstes Mal runter klappen. Das klang bei DISEMBODIED auch nicht fieser. Was dann folgt ist die komplette Breitseite in 8 finsteren Kapiteln. Irgendwo hab ich mal gelesen "NAPALM DEATH meets HATEBREED meets Goteborg" - und das kommt schon ziemlich gut hin. Sänger James klingt schon verdammt nach Barney Greenway, das simple, aber absolut treffsichere Song-Writing lässt tatsächlich an die frühen Werke von Jamey Jasta & Co. denken und ja, die Gitarren könnten schwedischer kaum klingen. Im Grunde ein einfaches Konzept, das trotzdem für ein gutes Maß an Eigenständigkeit sorgt. Und vor allem für jede Menge Wucht. Weitestgehend bewegt man sich im schnelleren Tempo-Bereich, aber gerade auch die schleppenden Parts erzeugen mächtig Druck. Auch dem Riffing kann man eine gewisse Finesse nicht absprechen, denn obwohl es relativ unaufwendig gehalten ist, werden viele gute Ideen eingestreut, die die Songs einfach hängen bleiben lassen. Der wahrscheinlich beste - und für den Sound von HARM'S WAY auch repräsentativste - Song wartet mit "New Beginnings". Schnell, druckvoll und mit einem sich langsam und bedrohlich ankündigenden Mosh-Part, der sich mit maximaler Intensität entlädt. Der Double-Bass Part (in Verbindung mit der gewaltigen Produktion) ist für mich allein schon ein Highlight des Jahres. Mehr Power geht einfach nicht.

In Vergleich zur letzten EP setzen HARM'S WAY mit "Isolation" noch mal gewaltig eines drauf. Fett, fett, fett und ein heißer Kandidat für die Endjahres Top-Ten. Hätte ich so nicht erwartet, aber Überraschungen dieser Art sind einem ja immer willkommen.

TRACK LISTING:
1. Scrambled
2. Timing
3. Isolation
4. Breeding Grounds
5. Becoming
6. New Beginnings
7. Slither
8. Pretender

Alte Kommentare

von oh 18.11.2011 10:32

bin gespannt!!

von Meh 18.11.2011 10:56

Bei Harm's Way ist es bei mir immer das selbe: Musik & Riffing Top, Gesang Flop! Ich mag jedes einzelne Lied total gerne, finde aber den Sänger total Scheiße. Kann mir das einfach nicht anhören. Echt Schade drum!

von Sascha 18.11.2011 11:06

Ja, Sänger ist Geschmackssache. Ich finde aber, dass dieses stumpfe, leicht monotone Gebrülle irgendwie passt.

von DrKolossos 18.11.2011 13:07

Absolut geiles Brett! Hat bei mir allerdings erst ein paar Anläufe gebraucht. Ich persönlich finde Becoming ich gerade wegen seiner eher langsamen art noch brutaler (vor allem das Songende hat was)! Aber mal ne Frage: Ist die LP nicht schon vor 2 oder 3 Monaten rausgekommen? Oder vertue ich mich da?

von wo ist die neue kickback? 24.11.2011 23:11

ihr fürsten der hölle.

von JEP! 24.11.2011 23:49

Brutalstes Album des Jahres! Da kommen selbst die LPs von Foundation und Dead End Path nich ran!

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Sascha

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http://www.shocksmusic.bandcamp.com

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