Plattenkritik

Hatebreed - The Divinity Of Purpose

Redaktions-Rating

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Release Date: 25.01.2013
Datum Review: 11.01.2013

Hatebreed - The Divinity Of Purpose

 

“Totgesagte leben länger.“ Dieses Sprichwort trifft im Falle von HATEBREED nicht so ganz zu. Denn egal was die Kritiker und Abgewandten mittlerweile über die Amis sagen, die Maschine läuft unaufhaltsam und konsequent weiter. Und im Falle vom neuen Langspieler "The Divinity Of Purpose", klingt das Ganze sogar recht gut.

“Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden.“ HATEBREED gehören irgendwie zu den Bands, von denen man nichts mehr erwartet. Seit dem Durchbruch namens "Perseverance" irgendwo im großspurigen Mainstream HC verwachsen, trieben die letzten Alben eher die Windmühlen des anspruchslosen Festivalpublikums zu Höchstleistungen an. Gründe dafür gab es einige. Nennenswert waren mit Sicherheit die hörbare Stagnation im Songwriting und die Zwangsehe mit Produzenten Chris "Zeuss" Harris, der seit „The Rise Of Brutality“ die Regler bedient.
Nun also "The Divinity Of Purpose". Das Album, welches wieder einen Label-, aber leider keinen Produzentenwechsel mit sich bringt. Was soviel bedeutet, dass der Fünfer genauso klingt, wie auch auf den Alben davor. Der einzige Unterschied ist, dass HATEBREED es dennoch geschafft haben, ein Album einzuspielen, welches einige wirklich gute Songs birgt. Man könnte sogar soweit gehen, dass es mit das Beste ist, was die Herren seit langem auf Band gebannt haben.
Sicherlich klingt alles wieder nach dem typischen HATEBREEDsound, der seine metallischen Gitarren ins HC-Korsett schnürt und dieses moshig, energisch an die Frau/ den Mann bringt. Und natürlich klingt auch J. Jasta immer noch wie ein Parolen kloppender Pitbull, der mal alleine, mal in der Gruppe, die typischen Phrasen aus sich raus kloppt. Aber irgendwie wirkt das Ganze wieder kompakter und abwechslungsreicher.
"The Divinity Of Purpose" beinhaltet einfach Songs, die geradeaus aggressiv, aber auch melodisch und an manchen Stellen sogar recht hymnisch aus den Boxen preschen und zu unterhalten wissen und von einem Jasta angeführt werden, der wohl auch dank Nebenprojekte, sich stimmlich wesentlich vielfältiger präsentiert. Klar hat man es immer noch mit einem HATEBREEDalbum zu tun, bei dem hier und da noch der Rost und Verschleiß durchschimmert, aber an sich doch recht aufpoliert wirkt.
Wahrscheinlich wird "The Divinity Of Purpose" weder die Parka und Wollmützen tragenden Hippies, die gerade so im Trend aber dennoch total uniformiert und austauschbar sind, noch die Veteranen, für die es ja nur ein wahres HATEBREEDalbum gibt, in irgendeiner Art überzeugen.
Aber wie gesagt, die Maschine läuft dennoch konsequent weiter und dieses mal sogar überraschend unterhaltsam.

Trackliste:
1. Put It To The Torch
2. Honor Never Dies
3. Own Your World
4. The Language
5. Before The Fight Ends You
6. Indivisible
7. Dead Man Breathing
8. The Divinity Of Purpose
9. Nothing Scars Me
10. Bitter Truth
11. Time To Murder It

Alte Kommentare

von Sxebastian83 12.01.2013 01:03

Wahrscheinlich wird "The Divinity Of Purpose" weder die Parka und Wollmützen tragenden Hippies, die gerade so im Trend aber dennoch total uniformiert und austauschbar sind, bester satz!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von Steven 12.01.2013 09:47

Super Review! Vielen Dank dafür.

von fail 12.01.2013 15:08

metalcore...

von Tobe 12.01.2013 16:00

ich weiss ja nicht, ich find die band einfach nur noch stinklangweilig, schon seit der angesprochenen perseverance.

von Andi# 13.01.2013 12:13

Ich finde, mit Satisfaction is.... und Perserverance haben sie Meilensteine des metallischen Hardcores gemacht, danach haben sie extrem abgebaut und ziemlich viel langweiligen Kram rausgebracht. Würde mich freuen, wenn sie mal wieder was richtig gutes rausbringen würden mit mehr gut gemachten Hardcore und weniger schlechtem Metal.

von Lotzrümmel 14.01.2013 18:43

Mit "Satisfaction Is The Death Of Desire" haben die Jungs sich ein Denkmal gesetzt. Das ist unantastbar geblieben... Mal ehrlich: Wer konnte denn z.B. "I will be heard" was anfangen?!

von Andi# 15.01.2013 12:32

"Mal ehrlich: Wer konnte denn z.B. "I will be heard" was anfangen?!" Ich. Es gibt keinen besseren Song, um sich auf dem Weg zur Uni auf ne mündliche Prüfung einzustimmen. Das ganze Album ist ein hymnischer Arschtritt.

von Anonymous 16.01.2013 12:32

Fand ich immer langweilig und wird auch so bleiben.

von Ray 22.01.2013 21:03

Also ich hatte mit Hatebreed echt lange nichts mehr am Hut, aber die Platte kann einiges und klingt stark nach den Anfangstage. Alleine time to murder It macht alles platt.

von Anonymous 31.01.2013 16:33

Muss meinen Ersteindruck revidieren; gefällt mir nach ~5 mal hören doch ganz gut.

von Rumpel 31.01.2013 17:45

Nothing scars me räuchert mal alles aus! Bin echt positiv überrascht, glaube kaum ein hatebreed-fan wird hier enttäuscht.

von Lotzrümmel 13.02.2013 20:25

Ich ziehe auch nach mehrmaligem Hören ein durchaus positives Resumee - starke 8 Punkte.

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