Plattenkritik

Hawthorne Heights - Fragile Future

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 08.08.2008
Datum Review: 28.08.2008

Hawthorne Heights - Fragile Future

 

HAWTHORNE HEIGHTS können ein Lied vom Industrie Drama singen. Als Victory Band mit dem erfolgreichsten Verkaufsstart aller Zeiten und dem US Charteinstieg von "If Only You Were Lonely" auf Platz #3 der Billboard Charts rannte man der Band aus Dayton, Ohio die Bude ein. Man unterschrieb bei Warner Music verklagte das ex Label mehrmals bzw. wurde verklagt und wusch jede Menge schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit. Vergangenes Jahr verstarb dann Gitarrist / Sänger Casey Calvert an einer Medikamenten Wechselwirkung im Tourbus. Die Band entschloss sich ohne Casey und ohne Ersatz weiter zu machen, versöhnen sich (ob freiwillig oder gezwungenermaßen ist nicht ganz klar) auf einmal wieder mit Victory Records und zeichnen nun mit "Fragile Future" ihre musikalische und persönliche Zukunft.

Jene ist zum einen klar durch die Abwesenheit von Casey Calvert geprägt. Die dritte Gitarre fehlt zwar, die Produktion lässt dies auf dem Album jedoch kaum offensichtlich werden. Vielmehr wird der geneigte Fan seine Screams vermissen, die HAWTHORNE HEIGHTS stets eine gesunde Portion Härte verliehen. Ohne jenen Gegenpol zu JT Woodruff melodiösem Gesang klingt das Gespann gleich ungleich poppiger worauf man auf "Fragile Future" noch weiter aufbaut und sich somit ein ganzes Stück vom alten Material entfernt. Leicht verträumter Emo / Pop / Rock mit hinreißenden Melodien, die man sich bewahrt hat, und einer melancholischen Note setzt einen charmanten Ordeur frei. HAWTHORNE HEIGHTS geben sich äußerst persönlich und verarbeiten die Geschehnisse der Vergangenheit ohne zu sehr gen Pathos (außer vielleicht "Four Become One") abzudriften. "Rescue Me", "Until the Judgement Day" oder auch "Disaster" sind radiokompatible Hits mit gehörigem Ohrwurmpotential, die wie auch das komplette Album zwar mit nicht unbekannten Stilmitteln arbeiten, aber dennoch eigenständiger und reifer als zuvor wirken. Und so bleiben HAWTHORNE HEIGTHS wohl vorerst weiterhin die erfolgreichste aktuelle Victory Band auch wenn "Fragile Future" vermutlich nicht ganz den kommerziellen Zahn der Zeit wie sein Vorgänger trifft.

Tracks:
Disk: 1
1. "The Business of Paper Stars" - 3:47
2. "Rescue Me" - 3:08
3. "Until the Judgement Day" - 3:45
4. "Somewhere in Between" - 3:22
5. "Sugar in the Engine" - 4:29
6. "Desperation" - 3:28
7. "Four Become One" - 3:55
8. "321" - 3:40
9. "Disaster" - 3.01
10. "Let Go of Everything You Know" - 3:25
11. "Corps of Corpses" - 3:12
12. "Come Back Home (Reprised)" - 4:11

Disk: 2
1. 1997 [DVD]
2. Across Five Aprils [DVD]
3. Day to Remember [DVD]
4. Aiden [DVD]
5. Bayside [DVD]
6. Farewell to Freeway [DVD]
7. Jamies Elsewhere [DVD]
8. Secret Lives of the Freemasons [DVD]
9. Silverstein [DVD]
10. Audition [DVD]
11. Scenic [DVD]
12. Thieves & Villains [DVD]

Alte Kommentare

von 7 angels 28.08.2008 21:09

Jau, und hättest du jetzt noch eine 7 unter das review geschrieben, hättest du meine anerkennung verdient.

von cool... 28.08.2008 21:21

Schön, dass HH zurück sind. Finde das Album einfach gut, obwohll es vielleicht etwas mehr in Richtung der letzten Starting Line oder Red Jumpsuit A. geht. Also, etwas rockiger aus meiner Sicht. Ist aber egal, wie man es nennt, es ist gut. Irgendwie schon unglaublich, wie eine Band der Stunde vor ein paar Jahren noch über 1 Mill. CDs verkaufen konnte und jetzt nicht mehr flavor of the month ist.

von MUnkvayne 28.08.2008 22:38

die neue platte is ein kommerzieller flop (im vergleich zu den vorgängern)! hab se aber noch nich gehört. liest sich aber intressant!

von torben | allschools 28.08.2008 23:34

platz #23 vs. #3 beim vorgänger. stimmt schon.

von vegan 29.08.2008 00:34

klar ....auch ich hab die screams vermisst, aber dennoch gefällt mir die platte sehr gut! 8/10

von bensen 29.08.2008 11:18

ja die screams fehlen schon...aber trotzdem eine starke platte! gebe auch 8/10

von Daharka 29.08.2008 16:22

die vorgänger hatten eine sehr schöne melancholische stimmung, was sie vom standart emo gedudel abhob, jetzt sind sie nur noch standart emopop vom reissbrett... schade!

von MUnkvayne 29.08.2008 17:03

@torben. nich nur die plazierungen. die zahlen sind lächerlich! obwohls fürn indie-release immernoch gut is!

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Torben

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