Plattenkritik

Heaven And Hell - The Devil You Know

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Release Date: 24.04.2009
Datum Review: 26.04.2009

Heaven And Hell - The Devil You Know

 

BLACK SABBATH spielten ihre ersten acht Alben zusammen mit Ozzy Osbourne ein, bevor sie sich mit Ronnie James Dio einen neuen Sänger suchten, mit dem sie ihr neuntes Album „Heaven & Hell“ angingen. Nachdem Dio zusammen mit der BLACK SABBATH Ur-Besetzung Tony Iommi (Gitarre) und Geezer Butler (Bass) sowie Vinny Appice (der seit „Heaven & Hell“ bei den Engländern die Stöcke schwang) seit 2007 gemeinsam als HEAVEN & HELL durch die Welt tingelten, beschlossen sie, unter diesem Banner erneut ein Album aufzunehmen. „The Devil You Know“ ist zum Glück nicht wie von vielen Kritikern vermutet die große Altherrenabzocke (Mr. Dio zum Beispiel ist 67 Jahre alt!) geworden, sondern ein Lehrstück von grandios aufspielenden Szenegrößen. Bestimmend sind die unverkennbaren Gesangskünste des kleinen Drachentöters Dio und die großen Riffs des unterkühlten Schwarzmantels Iommi. Ersterer (der die Satansgabel als erster in die Luft gestreckt hat und somit als deren Erfinder gilt) singt, als wenn er zum letzten Mal seine goldenen Stimmbänder auswringen darf und setzt damit ein dickes Ausrufezeichen hinter eine lange Metal Karriere. Iommi’s (der wiederum als Erfinder des Metal Riffs und des Doom Metal gilt) Gitarrenspiel erzeugt vor allem Atmosphäre, wobei er die Songs vom Doom (bitte, bitte, unbedingt einmal „Follow The Tears“ anchecken, bevor es in die Holzkiste geht!) bis zum modernen Hard Rock pendeln. Auffallend ist die Vielschichtigkeit und Dichte von „The Devil You Know“, jeder Hördurchlauf zeigt neue Facetten und legt zunächst im Nebel schlummernde Details frei. Weiter wurde auch beim Tempo auf Abwechslung gesetzt und von schleppend bis rasant geht der klassisch metallische Höllentrip, der in erster Linie durch sich in das Hirn fressende Hooklines gekennzeichnet ist. HEAVEN & HELL anno 2009 zu hören heißt Heavy Metal Geschichte zu atmen, vier Meistern bei der Arbeit zuzuhören und für jeden einzelnen Ton auf diesem Meisterwerk dankbar zu sein!

Tracklist:
1. Atom And Evil
2. Fear
3. Bible Black
4. Double The Pain
5. Rock And Roll Angel
6. The Turn Of The Screw
7. Eating The Cannibals
8. Follow The Tears
9. Neverwhere
10. Breaking Into Heaven

Alte Kommentare

von irm 06.05.2009 12:17

echt ein sehr gutes album, auch wenn ich die sabbath sachen bevorzuge. "follow the tears" find ich echt mit am besten und breaking into heaven. ausserdem mag ich dio's stimme sehr gern. also: nicht so gut wie sämtliches von black sabbath, dennoch erfrischend und dio klingt mal wieder toll. steh zwischen 8 und 9 skulls. achja. bitte news bzgl. der (geplanten) verfilmung von mastodon's crack the skye. find ich doch sehr interessant. bis zum nächsten comment, herr clement :D

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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