Plattenkritik

Helloween - Straight Out Of Hell

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 18.01.2012
Datum Review: 15.01.2013

Helloween - Straight Out Of Hell

 

Aus dem Norden der Republik grüßen erneut HELLOWEEN. Auf dem nunmehr sechzehnten Album der Karriere setzen sie genau dort an, wo sie mit „7 Sinners“ vor gut drei Jahren aufgehört haben. Melodischer Power Metal, wie die Deutschen ihn Mitte der 80er mit erfunden haben. Vergessen sind die Alternative-Rock-Zeiten, hier regiert eindeutig wieder Metal. Angefangen beim progressiven Epos „Nabatea“ an erstes Stelle, über die typische High-Speed-Nummer „Burning Sun“ und die QUEEN-Hommage „Wanna Be God“ bis zum grandiosen „Church Breaks Down“ zum Abschluss – HELLOWEEN wissen einfach wie's geht.
Alle Songs sind sie jedoch hervorragend komponiert und die Refrains fressen sich schon nach wenigen Durchläufen ins Hirn. Zwar hätte man sich die schmierige Ballade „Hold Me In Your Arms“ in der Mitte der Scheibe gerne weglassen können, im Endeffekt trübt diese das positive Gesamtbild des Albums kaum. Das hohe Niveau ihres Vorgängeralbums können die Kürbisköpfe definitiv halten und das Wegfallen der etwas dunkleren Töne wird einige Fans sicher sogar dazu bewegen, „Straight Out Of Hell“ für das weitaus bessere Werk zu halten. Nachvollziehbar wäre das allemal, denn im Gegensatz zum Vorgängeralbum gibt es bis auf das angesprochene „Hold Me In Your Arms“, welches auch nicht wirklich schlecht ist, sondern nur etwas unpassend wirkt, absolut keine Ausfall. Mit einer passenden, druckvollen Produktion im Rücken gehen die Nordlichter auf jeden Fall weiter in Richtung ihrer Wurzeln. Dabei ist ihnen ein großartiges Stück Musik gelungen, an dem sich wohl die meisten Releases im Genre dieses Jahr qualitativ die Zähne ausbeißen werden. Wer auf den Power Metal der „Hamburger Schule“ steht, sollte unbedingt zugriffen.

Trackliste:

1. Nabataea
2. World Of War
3. Live Now
4. Far From The Stars
5. Burning Sun
6. Waiting For The Thunder
7. Hold Me In Your Arms
8. Wanna Be God
9. Straight Out Of Hell
10. Asshole
11. Years
12. Make Fire Catch The Fly
13. Church Breaks Down

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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