Plattenkritik

Helstar - Glory Of Chaos

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Release Date: 05.11.2010
Datum Review: 26.11.2010

Helstar - Glory Of Chaos

 

Hab ich das richtig gelesen, HELSTAR? Ja doch, ist richtig. Nur ein "L". Vielleicht stammt das daher, dass die Band bereits seit den glorreichen 80ern existiert und es mit dem korrekten Namen im konservativen Amerika einiges an Zensur gehagelt hätte. Seit jeher waren HELSTAR ein Geheimtipp unter Speed- und Powermetal Freunden. Nosferatu gilt unter Kennern sogar als ein Album, welches alle Stärken des 80er Jahre US-Metal unter einem Dach vereint.

Mit dem neuen Album Glory Of Chaos hat der alte Hund HELSTAR jetzt aber noch einen ganz neuen Trick gelernt: den Thrash-Metal. Schon der erste Song Angel Fall To Hell macht klar, dass sich HELSTAR nicht hinter Genregrößen wie EXODUS oder Testament verstecken muss. Gerade Sänger James Rivera fällt dabei besonders positiv auf, da er dem Sound eine ganz eigene Note verleiht. Es ist schon fazinierend einer perfekt eingespielten Band dabei zuzuhören, wie sie neue Ideen und andere Spielarten in ihren Sound einbinden. So findet man auf Glory Of Chaos mit Pandemonium und dem elegant groovigen Summer of Hate sowohl Powermetal-Perlen, als auch mit Bone Crusher und Dethtrap Eins A Thrash-Stampfer. Helstar schaffen es sogar in Monarch of Bloodshed einen sehr ruhigen Midtempo Part einzubinden und in Alma Negra vollkommen in den Blackmetal abzudriften, ohne jemals zusammengefummelt zu wirken. Eine perfekt umgesetze Melange aus all unseren liebsten Metal-Genres.

Genre-Puristen mag dieses "Crossover" quer durch den Metal sauer aufstoßen, allen anderen Fans dieser Genre können aber getrost mal reinhören. Zumal Glory Of Chaos definitiv eines der stärksten Releases von HELSTAR ist und sie hiermit die Chance haben die Anerkennung zu erhalten, die sie spätestens bei Nosferatu verdient gehabt hätten.

Tracklist:
1. Angels Fall To Hell
2. Pandemonium
3. Monarch Of Bloodshed
4. Bone Crusher
5. Summer Of Hate
6. Dethtrap
7. Anger
8. Trinity Of Heresy
9. Alma Negra
10. Zero One

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Georg

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