Plattenkritik

Helvete - Black Cat

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 24.12.2006

Helvete - Black Cat

 

Auf dem Label „Dead Vibrations Industry“ veröffentlichen die schwedischen Chaos-Knüppler HELVETE ihr neues Album „Black Cat“. Irgendwo zwischen RAGING SPEEDHORN und A LIFE ONCE LOST liegend, mischen HELVETE einen interessanten Cocktail aus Metal mit neueren Einflüssen (ich will nicht sagen Chaos, aber ein bisschen diese abgedrehte, „driven“ Richtung, die man bei temporär jüngeren Bands nun häufig findet) und althergebrachtem Doom und Thrash. Midtempo Beats, die selten mal etwas anziehen, dann eher langsamer werden. Rythmisch betonte Gitarren, die in den Mittelteilen gern mal „kreischen“ und dadurch diese Untergangsstimmung erzeugen, wie es SCARLET auch in ihren Songs schaffen. Nun klingelt bei mir ja ein Glöckchen, wenn ich den Namen HELVETE höre, nur weiß ich nicht warum. Fakt ist, dass man bei einer schwedischen Combo mit diesem Namen keinen VikingMetal erwarten darf, wie ich das dummerweise getan habe. Diese Band ist weit entfernt vom stereotypisierten Schwedenmetal. Die Stimme ist gewohnt harsch und erzeugt nicht viel Wehmut oder Gänsehaut, auf Grund irgendwelcher anheimelnden oder herzzerreißenden Harmonien. Nein, hier wird mehr Wert auf ein „halbgares“ Schreien gelegt, wie es auch der MOST PRECIOUS BLOOD Sänger sein eigen nennt. Nein, das gefällt mir schon recht gut, auch wenn sich der letzte Satz komisch lesen musste.

HELVETE versuchen bei ihrem, schon Monotonie anfälligen, Sound, abwechslungsreich zu bleiben und arbeiten mit einigen Breaks in den Songs oder bauen einen entspannenden Teil ein, der das Blut ein wenig abkühlen lässt. „Evolution Deluxe“ ist ein Hammersong, dicht gefolgt von „Die Alive“, welcher ein gewisses Punk ´n´Roll-Feeling nicht leugnen kann. „New Direction“ ist wohl der chaos-lastigste Song auf dem Album, bei dem HELVETE geschmeidig, stressig um die Ecke kommen. Nicht schwer vorzustellen, wie wohl eine Liveshow ausarten könnte. Black Cat ist natürlich irgendwo musikalisch einseitig, klar, auch dass hier nicht wirklich mit melodischem Ansatz gearbeitet wird, aber das Ergebnis ist trotzdem prickelnd, trotz aller Härte. HELEVTE haben schon einen gewissen Charme.


Tracklist
1. King Of Souls
2. Black Cat
3. Evolution Deluxe
4. Die Alive
5. On The Edge
6. Lullaby For The Lame
7. New Direction
8. Bright Hope
9. Dead MArch
10. Wolves Of Mongolia

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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