Plattenkritik

Hey Ruin - s/t

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Info

Release Date: 20.04.2015
Datum Review: 20.05.2015
Format: Vinyl Digital

Tracklist

 

1.Basic Schutzinstinkt 03:35
2.Fremdenlegionär 03:55

Band Mitglieder

 

andré
ernie
martin
seb

 

Die deutsche Sprache ist, auch im Punk und Hardcore, wieder auf dem Vormarsch. Das haben auch HEY RUIN bemerkt und kurzerhand ihre alte, englischsprachige Band schleifen lassen und eine neue gegründet. Aber funktioniert das auch,…? JA, und wie!

Die wohl größte und überraschendste Neuerung bei HEY RUIN ist (und deshalb muss man es eben auch so stark thematisieren), neben dem doch ziemlich abgeänderten Sound, die Sprache. Während man bei MNMNTS noch englisch gesungen hat, ist man nun komplett auf Deutsch umgestiegen. Und das funktioniert ausgesprochen gut! Ich stelle mir die Umstellung, vor allem beim Texte schreiben, nicht gerade leicht vor, wenn man zuvor jahrelang auf Englisch gesungen, gefühlt und seine Gedanken zu Papier gebracht hat. Auch wenn es die eigene Muttersprache ist. Und nicht nur dafür sind die Texte gelungen. Im Gegenteil. Die Texte wirken ausgereift, durchdacht und direkt auf den Punkt - als hätte man schon jahrelange Erfahrung, mit dem texten auf Deutsch.

Und so wird, anders als anfangs von mir vermutet, die Band auch ganz klassisch deutsch, wie die Ruine und nicht englisch, ausgesprochen, was einem die Aussprache der Band um einiges erleichtert, den Sinn hinter dem Bandnamen, aber auch nicht wirklich erläutert.

HEY RUIN sprechen, im Vergleich zu Ihrer Vorgänger Band MNMNTS, eine (fast komplett) neue Zielgruppe an. Zwar spielt man im weitesten Sinne noch immer Hardcore, gemischt mit ein wenig Punk und brüllt sich dabei (mal mehr, mal weniger) die Seele aus dem Leib, jedoch würde man nicht auf die Idee kommen, dass HEY RUIN auch nur irgendwie mit MNMNTS verwandt sind. Dafür sind die Veränderungen doch zu groß. Deutsche Texte, nicht ganz so harter Sound, weniger düsteres Album Artwork. Alles neu macht der Mai oder eben HEY RUIN.

Autor

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Janik

Autoren Bio

Janik E. // 21 // love music. hate facism.

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