Plattenkritik

Hivemind - Foreboding Winds EP

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Release Date: 15.06.2010
Datum Review: 16.10.2010

Hivemind - Foreboding Winds EP

 

Schon erstaunlich: trotz lauer Temperaturen, Palmen und Strand bringt der Sonnenstaat Florida immer wieder Bands hervor, die so gar nicht nach eitel Sonnenschein klingen. So auch im Fall von HIVEMIND, deren Debüt-EP sich wahrlich nicht als Soundtrack für kitschige Sonnenuntergänge eignet.
 
Aus dem UNTIL THE END/REMEMBERING NEVER Umfeld stammend lassen es HIVEMIND auf "Foreboding Winds" fünf Mal mächtig krachen. Die Band geht dabei ähnlich abartig brutal vor, wie UNTIL THE END auf ihrem nihilistischen Meisterwerk "Blood In The Ink", doch agiert dabei weitaus abwechlungsreicher. Da kann es auch mal passieren, dass eine subtile Melodie in ein Death-Metal Riff übergeht, welches widerum in einem klassischen Two-Step Part mündet. Wer jetzt an überladene Songs denkt, der könnte falscher nicht liegen, denn man hört überdeutlich, dass "Foreboding Winds" alles andere als ein Schnellschuss ist. Zwei Jahre hat sich die Band Zeit gelassen und entsprechend fokussiert wirkt das Song-Writing. Da sitzt einfach jeder Part, die Songs bleiben sofort hängen. Den Fuß vom Gas nehmen HIVEMIND nur selten, vielmehr überschlagen sich die Songs an manchen Stellen förmlich und bremsen höchstens mal für den ein oder anderen bitterbösen Mosh-Part ("Empty Voyage"). Lediglich im finalen "Isolation/Desolation" lässt man es zwischenzeitlich etwas ruhiger angehen. Abgerundet wird das Ganze von einem Sänger, der mit Leib und Seele ins Mikrophon hasst und dabei nie gekünstelt wütend klingt, sondern einfach nur markerschütternd brutal. Der Gastauftritt von UNTIL THE END/REM NEV/XBISHOPX Sänger "Mean" Pete passt entsprechend gut ins Bild.

Irgendwo zwischen PULLING TEETH, THE CARRIER und UNTIL THE END positioniert, bringen HIVEMIND verdammt frischen Wind in Floridas Hardcore-Szene. Würde mich nicht wundern, wenn ihr nächstes Release das Deathwish Inc. Logo auf der Rückseite tragen würde. Aber auch wenn nicht, von HIVEMIND wird mit Sicherheit noch viel zu hören sein. Dicke Empfehlung!

Track Listing:

1. Empty Voyage
2. The Delusionist
3. Bastard Son
4. Iron Curtain
5. Isolation/Desolation

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von 19.10.2010 01:11

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Sascha

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http://www.shocksmusic.bandcamp.com

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