Plattenkritik

Hokum - No Escape

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.04.2006

Hokum - No Escape

 

Ich zolle jedesmal aufs neue einer jungen und aufstrebenden Band allerhöchsten Respekt, die in völliger Eigenregie eine EP von einer knappen halben Stunde auf die Beine stellt, deren Cover und sonstige Aufmachung ansprechend und professionell aussieht und dazu dann noch Musik beinhaltet, die (fast) einen amtlichen Mastersound auffährt.

Das Quartett aus dem bayerischen Inhofen (komisch, ich muss da an einen Ossi denken, der fragt, ob man mit ihm inkofen will, naja, dass am Rande) bietet auf "No Escape" fünf Songs, wobei der letzte, "Goats Part II", eigentlich aus zwei besteht. Los gehts mit "Manticore", der die Marschroute zwar irgendwie abdeckt, nämlich einer krachenden Symbiose aus (Melodic) Death, Trash, klassischem Metal, und, im Falle des Openers, wie ich finde auch eine Prise Metalcore. Diese letztgenannte Zutat wird ab Track zwei, "Silent Assassin", weggekloppt. Hier treiben und grooven dicke Doublebassteppiche, feine Gitarreneinschübe und Metal. Viel, viel geiler, frischer und packender Metal. Yeah! Mit "Face The End" und "The God Within" und dem finalen Doppelwerk "Goats Part II" verknüpfe ich dann gar die gute alte At The Gates-Schule. Ohne sich dort stumpf zu bedienen, dass sei angefügt! Melodisch, schleppend, drückend. Teilweise sogar mit balladesken Anleihen. Und feinen Soli!

Es bleibt eine EP, die aus dem Einheitsbrei deutlich heraussticht, Klasse und Potential besitzt und Labels doch bitte aufhorchen lassen sollte. Kleiner Wehrmutstropfen bleibt bei mir lediglich der Opener, mit dem ich nicht so recht warm werde. Ändert aber nix an dicken 8 Punkten. Und das mit dem Respekt, Jungs, dass meine ich wirklich ernst!

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Moritz

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