Plattenkritik

Hopesfall - A-Types

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Release Date: 01.01.1970

Hopesfall - A-Types

 

In jüngster Vergangenheit konnte der eingefleischte Hardcore Fan ja bekanntlich mit gemischten Gefühlen miterleben, wie einige gestandene und abgefeierte Genrebands im Zuge ihrer Weiterentwicklung sich von ihrem kompromisslosen Sound lösten. Führte der Weg von EIGHTEEN VISIONS in Richtung Mainstream schlugen CODESEVEN beispielsweise einen komplett anderen, weitaus spaceigeren und atmosphärischeren Pfad ein. Auch das zweite Trustkill Release von North Carolinas HOPESFALL, welches hierzulande durch Roadrunner lizenziert wird, steht ganz unter dem Banner des musikalischen Fortschritts, an dem sich mal wieder einige Geister scheiden werden. "A-Types" ist der Name des ambitionierten Werkes von HOPESFALL welches von Steven Haigler (BRAND NEW, QUICKSAND) produziert und gemixt wurde. Angefangen am Line-Up bis hin zum Sound hat sich einiges seit "Satellite Years" geändert.

Düsterer, atmosphärischer Hardcore wird auf "A-Types" abgeliefert. Catchy, versiert und verdammt gut klingend – jedoch hat sich der Wiedererkennungswert großteils verflüchtigt. Melodische Parts rücken in den Vordergrund und überzeugen mit druckvollen Hooks. Die bewährten Wutausbrüche von Frontmann Jay Forrest wurden jedoch auf ein Minimum reduziert und blitzen nur noch gelegentlich durch. Bei "Start and Pause" und "Champion Beyond Blessing" ist dies der Fall, was alte Fans ein wenig versöhnlich stimmen sollte. Ansonsten schweift man gerne ins Melodische Midtempo ab, serviert ausgefeiltes und kreatives Songwriting sowie wiederkehrende Rhythmen, die einzelne Tracks zu Ohrwürmern machen. Auch wenn alte HOPESFALL Wegbegleiter anfänglich mit der neusten Produktion ihrer Band fremdeln sollten, müssen die dargebotenen Qualitäten einfach an Überhand gewinnen.

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Torben

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Allschools Chef

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