Plattenkritik

Horn Of The Rhino - Grengus

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Release Date: 10.02.2012
Datum Review: 08.03.2012

Horn Of The Rhino - Grengus

 

Neuerdings nennt man die Musik der HORN OF THE RHINO angehören Sludge Metal. Früher hätte man das Ganze einfach Doom Metal genannt. Das liegt wohl daran, dass sich die Spanier eher schleppend und groovend durch ihr nunmehr viertes Studioalbum prügeln. Viertes Album? Ja richtig, es ist erst das zweite Werk unter dem Namen HORN OF THE RHINO - ihren vorherigen Namen RHINO mussten sie aus rechtlichen Gründen aufgeben.

Angefangen mit den eher flotten Dampframmen „Under The Hoof“ und „Pile Of Severed Heads“ nimmt das Trio spätestens mit Titeltrack „Grengus“ das Tempo ordentlich raus und walzen langsam und mit einem sich immer wiederholenden Riff über den Hörer hinweg. Auch „Drowned In Gold“ macht da keinen Unterschied, denn auch in diesem Song lullen HORN OF THE RHINO den Zuhörer mit schweren, hypnotischen Riffs ein. Das folgende „Waste For Ghouls“ hingegen bildet eine ganz andere Seite der Band ab. Auf dem mit knapp dreieinhalb Minuten kürzeste Track des Albums, gehen die Jungs nämlich ordentlich steil und ziehen das Tempo an. Das Gaspedal wird bis zum Anschlag durchgetreten und würde sich Fronter Javier Gálvez eher auf Growls als auf seinen Schreigesang verlegen, wäre dies eine reinrassige Death Metal Nummer. Das Prunkstück des Albums ist wohl das überlange „Brought Back“ mit seinen elf Minuten. Hier wird sich Zeit gelassen um ein apokalyptisches Ambiente zu kreieren. Auch der „normale“ Schreigesang wird hier variiert und weicht einem hymnischen Klargesang. Das Stück schafft es, eine bedrückende Stimmung aufzubauen und ist wohl das dichteste auf „Grengus“. Der Rausschmeißer „To Ride The Leviathan“ entpuppt sich dann noch einmal als absolutes Groove-Monster, welcher zum Ende hin noch einmal ordentlich an der Geschwindigkeitsschraube dreht und einen ordentlichen Abschluss bildet.

Insgesamt ist „Grengus“ ein ordentliches Sludge Metal Album geworden, es bringt aber keinerlei neue Elemente in das Genre ein. Das größte Problem der Scheibe ist, dass die Band sich in vielen Liedern nur auf ein oder zwei Riffs verlässt und diese schier endlos wiederholt. Das mögen die einen als geeignetes Stilmittel ansehen, andere werden es als Zeichen von fehlender Kreativität brandmarken. Egal wie man es sehen mag, HORN OF THE RHINO schaffen es in den meisten Liedern eine dichte Atmosphäre zu erzeugen und den Hörer mitzureißen – und das ist das, was am Ende zählt. Kein Meisterwerk, Interessierte sollten trotzdem mal reinhören!

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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