Plattenkritik

Horse Latitudes - Awakening

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Release Date: 01.03.2012
Datum Review: 22.03.2012

Horse Latitudes - Awakening

 

Was HORSE LATITUDES von anderen Metal Bands unterscheidet? Ganz einfach, sie benutzen keine Gitarren um ihre Musik zu machen und setzen stattdessen zwei Bässe ein. Auf ihrem zweiten Album präsentieren uns die drei Finnen sechs Lieder die den Hörer mit ihrer Wucht niederdrücken wollen.

Von der Ausgangslage hört sich das alles gut an. In der Praxis wird aber schon im zweiten Song „Dissolution“ klar, dass das Zwei-Bass-Konzept wenig Platz für Variation zulässt – Melodien auf dem gesamten Werk fast vergeblich gesucht werden. Einzig der oft hymnisch eingesetzte Gesang ihres Schlagzeugers (!) Harri sticht aus dem Rhythmusgewitter wohltuend heraus. Dieser könnte auch bei weitaus melodischeren Doom Bands zum Einsatz kommen. Natürlich können Songs wie „Decline Of The Ages“ oder „Into The Deep“ eine gewisse apokalyptische Atmosphäre erzeugen, auf Dauer bietet „Awakening“ aber schlicht zu wenig Abwechslung.

Wer eine Affinität für Drone Doom hat, kann dem finnischen Trio ein Ohr widmen. Alle anderen probieren lieber Bands mit einer "normalen" Band-Besetzung aus – die bietet wesentlich mehr Raum für Varianten.

Tracklist:

1. Preparation
2. Dissolution
3. Profane Awakening
4. Decline of the Ages
5. Into the Deep
6. Along the Circles

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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