Plattenkritik

Hot Hot Heat - Future Breeds

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Release Date: 11.06.2010
Datum Review: 25.06.2010

Hot Hot Heat - Future Breeds

 

Wann war eigentlich bei HOT HOT HEAT der Punkt erreicht an dem sie lieber erzwungen verspielt und crazy chaotisch klingen wollten, als einfach den Hit zu schreiben? Von einem Hit hätte der geneigte Indie-Fan sicherlich mehr gehabt als von diesen 12 zusammenhangslosen Songs, welche durch und durch einen zwanghaften Gestus mit sich führen. Aber das kommt vielleicht auch daher, dass HOT HOT HEAT von einem Major zum speziellen Dine Alone gewechselt sind, wo sie zwischen Freigeistern wie CITY & COLOUR, MONEEN und ATTACK IN BLACK einfach nicht funktionieren. Vielmehr werden sie jenen Schritt als ihre neu gewonnene Freiheit feiern und auf das Major schimpfen, während sie auf Festivals eines Kräuterlikörherstellers spielen und das letzte bisschen ihres einst so gut funktionierenden Ichs wegspielen und wegspülen.

Denn von der Leichtigkeit, die HOT HOT HEAT mal inne hatten ist hier nichts mehr übrig. Höchstens wird jene in Songs wie „21@12“ angedeutet, danach ist aber auch schon wieder Ende mit Quasi-Hit. Denn man legt nun mehr Wert darauf irgendwie verspielt zu wirken, irgendwie chaotisch zu wirken und trotzdem eine gewisse innere Ordnung walten zu lassen. Aber es passt nicht so recht zu HOT HOT HEAT. Man wünscht sich catchy Songstrukturen, eingängige Refrains und eben einen Hit. All das findet man nicht und wer nicht der absolute Überfan ist, gleichzeitig alles was die Band bislang abgeliefert hat gut fand, der mit „Future Breeds“ absolut nichts anfangen können. Schade ist das.

Tracklist:

1- YVR
2- 21@12
3- Times A Thousand
4- Implosionatic
5- Goddess on the prairie
6- Zero results
7- Future breeds
8- Jfk’s LSD
9- Jedidiah
10- Buzinezz az uzual
11- What is rational?
12- Nobody’s accusing you (of having a good time)

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Raphael

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