Plattenkritik

Hyems - Antinomie

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Release Date: 19.10.2007
Datum Review: 20.01.2008

Hyems - Antinomie

 

Der deutsche Black Metal ist um eine gute Band reicher: HYEMS. Und zwar reinrassiger Black Metal (mit gelegentlichen Death Metal Versatzstücken), nicht symphonisch oder Kinderstube, sondern meist rasend und klirrend kalt. Starkes Songwriting vor allem bei den charakteristischen Melodiebögen und auch den immer wieder eingestreuten schleppenden Passagen zeichnet das Debütalbum "Antinomie" aus. Und auch der Kreisch/Krächzgesang von Andreas Jäger kann sich nicht nur hören lassen, sondern ist extremst bösartig und absolut schwarz wie die Nacht. Sehr gut! Aber dessen Bandkollegen sind allesamt topfit an ihren Instrumenten, man spürt förmlich, dass innerhalb der Band Black Metal gelebt wird. Die Texte sind auf deutsch und absolut lesenswert. Die Produktion ist nicht typisch für diese Musikrichtung, da sie extrem transparent und schon fast fett ist. Aber sie passt zu "Antinomie" und unterstützt die Klasse des Songmaterials. Für mich neben NEGATORs "Old Black" eine der besten Veröffentlichungen der letzten Jahre.

Im Übrigen, für your interest: HYEMS steht altdeutsch für "Winter" und "Antinomie" bedeutet Widerstreit zweier Gesetze, zweier Urteile oder Schlüsse, welche (anscheinend) von gleicher Überzeugungskraft und Geltung sind, wiewohl sie einander widersprechen.

Tracklist:
1. Praeludium
2. Syphilisation
3. Dekadencia
4. Tum Hiems (Carmen extulit horridulum)
5. Unantastbar
6. Hiems Atra
7. Als ob es einen Morgen gebe
8. Vater, ich brenne
9. Störgeräusch
10. Serum 144
11. Extroductio

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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