Plattenkritik

Hypocrisy - End Of Disclosure

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Release Date: 22.03.2013
Datum Review: 22.03.2013

Hypocrisy - End Of Disclosure

 

Da ist er wieder der Peter. Eigentlich sollte man sich auch einmal Gedanken machen, ob er uns mit seinen Texten über Verschwörungen und Aliens nicht dezent darauf hinweisen möchte, dass er selbst von einem anderen Stern ist. Wie sonst soll man sich erklären, dass er es neben all seinen Produzenten-Jobs (Zuletzt hat arbeitete er mit AMORPHIS zusammen, momentan ist er mit CHILDREN OF BODOM im Studio) noch schafft den Output von PAIN und HYPOCRISY hoch zu halten. Mit letztgenannten veröffentlicht er nun das zwölfte Studioalbum „End of Disclosure“.
Auf den ersten Blick hat sich im Hause HYPOCRISY nicht viel geändert. Immer noch spielen die Schweden melodischen Death Metal, immer noch schaffen sie es den Hörer durch packende Hooks bei Laune zu halten. Im Gegensatz zum etwas schwächelnden 2009er Release „A Taste of Extreme Divinity“ kann man HYPOCRISY dieses Mal aber wieder eine deutlich höhere Trefferquote zusichern. Tägtgren und seine Mannschaft zeigen sich abwechslungsreich wie selten zuvor, reihen Hit an Hit (Auch wenn „United We Fall“ vielleicht gegenüber den anderen Songs ein wenig zu simpel daherkommt). Allein der eingängige Titeltrack, das hymnische „The Eye“ und das abschließende, epische „The Return“ (Die Hintergrundchöre!) würden den Kauf des Albums rechtfertigen.
Dass „End Of Disclosure“ dabei natürlich phantastisch klingt, ist selbstverständlich. Der Bass drückt, die Gitarren sägen und das Schlagzeug klingt unglaublich fett und lebendig. Eine kleine Neuerung hat sich, Peters Gesang betreffend, auch eingeschlichen. Im Gegensatz zu früheren Veröffentlichungen klingt dieser weniger keifend und gepresst, sondern gurgelnd und bösartig.
HYPOCRISY veröffentlichen mit „End Of Disclosure“ definitiv eines ihrer stärksten Alben. Wem auf „Virus“ und zuletzt „A Taste Of Extreme Divinity“ zu wenig wirkliche Höhepunkt boten, der wird mit dem neuen Werk die reinste Freude haben, denn so frisch hungrig und frisch klangen HYPOCRISY schon lange nicht mehr!

Tracklist:
1. End Of Disclosure
2. Tales Of Thy Spineless
3. The Eye
4. United We Fall
5. 44 Double Zero
6. Hell Is Where I Stay
7. Soldier Of Fortune
8. When Death Calls
9.The Return

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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