Plattenkritik

IMPLORE - Depopulation

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Info

Release Date: 11.09.2015
Datum Review: 07.09.2015
Format: CD Vinyl

Tracklist

 

1. Epicyte / Parasite
2. Sentenced
3. Thousand Generations
4. Homo-Consumens
5. Hegelian Dialectic
6. Cadaves On Parade
7. Hoax
8. Anthropocentric Selfishness
9. Iscariote
10. Neo Luddite
11. Ruthless Conspiracy
12. Bohemian Grove
13. Intrincated Scapegoat
14. Inexorable Malignancy

Band Mitglieder

 

Gabriel Dubko – Bass & Vocals
Daniel Notthoff – Guitars
Michael Pfeffer – Drums

IMPLORE - Depopulation

 

Wie in jedem überfrequentiertem Genre trennt sich auch so langsam im populären Death Grind die Spreu vom Weizen. Während gerade die jungen Wilden sich krampfhaft als nächster NAILS-HOMEWRECKER-Klon versuchen, tauchen auch immer wieder neue Bands auf, die sich positiv aus der großen Masse heraus prügeln. IMPLORE haben auf ihrem Debütalbum einen kompromisslosen Grindbastard geschaffen, der selbst die großen Namen aus Übersee locker durch die Wand hämmert.

 

Galt das Berliner Pelagic Label sonst als Heimat für Bands aus der progressiven Metal Ecke, hat man mit IMPLORE nun eine Band unter Vertrag genommen, die den musikalischen Horizont gewaltig erweitert. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Das Trio, welches seinen Ursprung vor gar nicht allzu langer Zeit in Hamburg fand, gehört sicherlich zu den hoffnungsvollsten Grindgewächsen, die aktuell aus Deutschland kommen.

 

Wenn man bedenkt, dass IMPLORE erst im letzten Jahr ihre erste Show spielten, ist der Weg, den das Trio in den vergangenen Monaten zurück gelegt hat, schon beachtlich. Mit nur einer 7“ (Black Knell/ Power It Up) im Gepäck tourte man bereits mehrfach durch Europa und schaffte es sogar schon bis nach Nordamerika und Mexiko. Nach dem Motto „ganz oder gar nicht“ klingt auch ihr erstes Langeisen. Auf „Depopulation“ huldigen die Drei um Sänger Gabbo Dubko die skandinavischen Extreme auf massivste Art und Weise. Im Stile von NASUM und ROTTEN SOUND prügeln sich IMPLORE durch die gut dreizig Minuten und lassen dabei keinen Stein auf dem anderen. In diesem Bilde der Verwüstung ist es eine der großen Stärken des Dreiergespanns, im ganzen Gemetzel und Geblaste auch noch eine Menge Platz für groovige Mosher und nackenbrechende Schwedentodattacken zu lassen. Die vierzehn Songs, die dank einer gesunden Abwechslung niemals an Intensität verlieren, brillieren auch durch die druckvolle Produktion von Jan Oberg (Hidden Planet) und dem finalen Mastering der Audiosiege Studios.

 

So bleibt abschließend zu sagen, dass jeder der sich nur annähernd für todesmetallischen Grind Core interessiert, in Zukunft nicht mehr um IMPLORE und ihr Debüt „Depopulation herum kommen wird. Absolute Empfehlung!

 

 

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Mulder

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