Plattenkritik

I Exist - II: The Broken Passage

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Release Date: 10.02.2012
Datum Review: 30.01.2012

I Exist - II: The Broken Passage

 

Es ist immer ein Hörerlebnis, wenn Musik bereits beim Erklingen der ersten Note in der Lage ist, dem Hörer Bilder zu transportieren. Wenn die Australier von I EXIST mit „Winters End“ ihr Album einleiten, verdrängt nicht nur der Titel die Gedanken an die kalte Jahres Jahreszeit. Mit einem warmen, organischen Sound kriechen I EXIST durch die staubigen Straßen Canberras und spielen ein zähflüssiges, im HARDCORE verwurzeltes Gebräu aus SLUDGE, CRUST und SOUTHERN ROCK.

Dabei ist es der authentische Klang, der absolut klare Bilder von verlebten Westernkulissen projiziert, die inmitten ausgetrockneter Wüstenlandschaften erbaut wurden. Die Drums scheppern, die SABBATH-artigen Gitarren röhren angezerrt und nicht zu matschig, und der erdige Bass wummert und hüllt das Ganze in eine stickige Atmosphäre. Besonders die kehligen Vocals klingen whiskeydurchtränkt und von Nikotin geteert und erinnern eher an einen „Endfünfziger“, der seine Kindheit in einer Kohlemine verbracht hat.
„II: The Broken Passage“ ist das bereits zweite Album der siebenköpfigen Band aus Australien und ist voll von eindrucksvollen Bildern. Die dreizehn Songs sind abwechslungsreich und wirkungsvoll - mal ungebremst, rasend, rotzig, bedächtig oder einfach nur stur rockig. Und auch wenn I EXIST sich auf Grund ihres großen Spektrums in verschiedene Richtungen bewegen, wirken sie nie orientierungslos.

Somit ist „II: The Broken Passage“ ein starkes Album geworden, welches nicht nur von einer gelungenen Stilmischung, sondern vor allem von einer authentischen Produktion profitiert.

Tracklist
1. Winters End
2. Ghost of a King
3. Wyverns Keep
4. Blades Ruin
5. Black Unicorn
6. The Riders Ode
7. Acid Strain
8. Lungs of Mire
9. Fleshold
10. Mammoth Falls
11. Immortal Mare
12. Wretched Earth
13. Return to the Cosmos

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Mulder

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