Plattenkritik

I Killed The Prom Queen - Beloved

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Release Date: 17.02.2014
Datum Review: 24.03.2014

I Killed The Prom Queen - Beloved

 

Es sind zwei Alben, die in einer Banddiskografie maßgeblich über die Zukunft einer Band entscheiden. Das Debütalbum und das ungeliebte Comebackalbum. Wurde das Debüt der australischen Metalcorer I KILLED THE PROM QUEEN noch bejubelt, bleibt für „Beloved“ nicht mehr als ein Schulterklopfen über.

Ach Metalcore was haben wir dich vermisst. Richtig weg warst du ja nie, aber verschwiegen und ein wenig unter den Teppich gekehrt. Nun, wo die Massen mit ihren Pocketprints und freshen Air Max dem New School of New School Hardcore hinterher rennen, ist die Lücke wieder frei. Und die wird von den Mutigen heimlich und heimtückisch zurückerobert. Auch I KILLED THE PROM QUEEN haben begriffen, dass da wieder was geht. Im Jahre 2011 hat Gitarrist und einzige Gründungsmitglied Jona Weinhofen neue und alte Weggefährten zusammen gescharrt und mit ex-THE RED SHORE Fronter Jamie Hope sein altes Baby wieder aus dem Keller geholt.
Und so klingt „Beloved“ auch. Ein wenig eingestaubt und angerostet, aber trotzdem robust und fahrtüchtig präsentiert der Fünfer aus Adelaide Metalcore, den man sein Alter überhaupt nicht anhört. Mit dem Opener „Beginning Of The End“ zeigt man gleich, dass man die Alben der aktuellen Größen wie ARCHITECTS oder BRING ME THE HORIZON nicht überhört hat und heutzutage erstmal atmosphärisch in sein Album starten muss. Der weitere Verlauf gestaltet sich dann unterhaltend, aber nicht wirklich überraschend. Da treffen melodische Schwedenleads auf dumpfe Moshparts, dem altbekannten Grunz-Kreisch Duell und auf herzzerreissende Cleangesänge, die sich nur mit fieser Computersoftware über Wasser halten können. Was jedoch gut funktioniert sind unterschwelligen Keyboardspielereien, die dem ganzen einen leichten DARK TRANQUILITY Touch verleihen, wie beispielsweise in „Melior“ oder dem finalen „Brevity“.
Ansonsten bietet „Beloved“ mehr oder weniger melodische, metalcorige Schonkost. Damit kommt man zwar über die Runden, aber satt wird man sicherlich nicht.

Trackliste:
1. Beginning Of The End
2. To The Wolves
3. Bright Enough
4. Melior
5. Thirty-One & Sevens
6. Calvert Street
7. Kjaerlighet
8. The Beaten Path
9. Nightmares
10. No One Will Save Us
11. Brevity

Alte Kommentare

von JJJens 25.03.2014 00:51

Ich finde das die ganz schön angestaubt klingen... Von Produktion bis Songwriting klingt es einfach (bewusst???) eher nach 2004 als nach 2014.

von xandyx 31.03.2014 11:44

seh ich komplett anders. endlich mal wieder was richtig erfrischendes in dem ganzen core-zirkus. so weit weg von 0815. 8/10!

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