Plattenkritik

Ian Love - S/T

Redaktions-Rating

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Release Date: 26.01.2007
Datum Review: 05.02.2007

 

Wenn man sagt, dass dieses Album einen wichtigen Punkt in der Karriere von IAN LOVE beschreibt, dann wird doch die wirklich Bedeutung erst klar, wenn man auch seine Geschichte kennt. IAN LOVE ist in New York City geboren und aufgewachsen. Mit elf Jahren bekam er seine erste Gitarre und begann in einer der Punk Band Burn zu spielen. Zur gleichen Zeit besuchte er die ‚High School of Performing Arts’; eine hoch angesehene Schule im Big Apple. Nach nicht mal einem Jahr schmiss er die Schule und begab sich auf Tour. Am Ende der Tour stand nicht etwa ein Gig vor großem Publikum, sondern vielmehr seine Heroinsucht, Alkoholabhängigkeit und ein Selbstmordversuch im Alter von 23 Jahren.

Er hat die Kurve gekriegt, den Entzug geschafft, gründete Rival Schools, war Frontmann bei Cardia, gründete schließlich eine Familie und bekam eine Tochter. Mit der Last seiner Vergangenheit auf seinen Schultern und dem Baby auf dem Schoß produzierte er dann im Eigenheim sein Solo-Album. Mit unaufdringlichen, jedoch sehr effektiven Kompositionen schafft er eine wunderbare Atmosphäre. Das Gros der Stücke ist mit seichten gezupften Gitarrenklängen, teilweise auch mit Schlagzeug und Piano, unterlegt. Der Gesang steht dennoch durchweg im Vordergrund. Ein Album, das besonders schön ist, weil auf so viel Tragik begründet ist, dass so ruhig ist, weil so viel Unruhe den Weg bereitet hat. IAN LOVE ist angekommen. Und so beschreibt das Lied „Hear A Song“ mit der Textpassage ‚Rest Your Soul Now Cuz Music Sails You Of’ am besten die Stimmung des gesamten Albums. Ein musikalisches Happy End.

Tracks:
1. The only night
2. Sky to fall
3. Butterfly
4. Old enough
5. Turn off
6. Don't let go
7. Black diamonds
8. Hold me now
9. Hear a song
10. It's not over
11. You bring light
12. Lost on the river

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Charlotte

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