Plattenkritik

Impending Doom - There Will Be Violence

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Release Date: 20.07.2010
Datum Review: 19.07.2010

Impending Doom - There Will Be Violence

 

In der Christian Metal Szene der USA spielen IMPENDING DOOM bereits seit ihrem 2007er Debüt "Nailed. Dead. Risen" ganz oben mit. 2009 untermauerten sie ihren Status mit "The Serpent Servant", um ein Jahr später mit "There Will Be Violence" erneut den Beweis anzutreten, das Banalität im Titel nicht auf 2 Alben beschränkbar sein muss. Mit einer typisch guten Lambesis Studio Produktion im Nacken (AS I LAY DYINGs Tim steuerte dann konsequent noch auf "Orphans" Gastvocals bei) wird Deathcore kredenzt, der sich nur gelegentlich vom Reißbrett erheben kann. Das ist dann der Fall, wenn sich die Instrumente zu progressiven Tönen erheben und in den ohnehin abgedunkelten Klängen das Licht aus machen. Ein weiterer Zusatzsänger ist Vincent von THE ACACIA STRAIN, dem herzlich willkommen zugeschrien werden muss, denn Mikro Monotonie macht müde Hörer madig. Der irrtümlich immer wieder als Brutal Death Metal deklarierte Sound ist im Vergleich zu den Vorgängern etwas gezügelter, so dass fast der Eindruck entsteht, es ginge manifestiert durch viele Church Shouts back to the Metalcore Würzelchen. Zeitgemäß wird zu Hauf auf dem Stakkato herumgeritten, der Gaul dadurch fast erwürgt. Werden die Zügel gelockert, rennt er im gnadenlosen Galopp, doch zu schnell muss die nächste Hürde genommen, das Tempo gebremst werden. Im Stall bekommt er auch seine Streicheleinheiten, wenig zwar, aber "There Will Be Violence" ist sein Name, nicht "Here Comes The Melody". IMPENDING DOOM haben mit Nummer drei genau das geliefert, was von ihnen als gereifte Songwriter erwartet wurde. Eine Band, die sich aus dem Fenster lehnt, sind sie damit nicht, obwohl Potential durchaus vorhanden wäre.

Tracklist:
01. Hell Breaks Loose (1:15)
02. There Will Be Violence (3:05)
03. Orphans (3:55)
04. Peace Illusion (3:11)
05. The Great Fear (4:38)
06. Walking Through Fire (2:47)
07. Love Has Risen (4:43)
08. The Son Is Mine (3:33)
09. Children of Wrath (3:15)
10. Sweating Blood (3:47)

Alte Kommentare

von weihnachtsmann 20.07.2010 20:56

haha "denn Mikro Monotonie macht müde Hörer madig" - nettes review clement :) aufs erste hören würde ich die platte etwas höher raten, eine 6.5-7, grade da im vergleich zu den vorgängern schon ein deutlicher fortschritt zu erkennen ist. was mir beim nochmaligen durchgang ein bisschen fehlt sind standout tracks - die meiste zeit plätschert es auf hohem niveau vor sich hin, ohne die wirklichen, richtigen kracher durchscheinen zu lassen. abgesehen von tracks 2 und 5 stellt sich für mich nichts heraus und somit gehen die sechs punkte final wohl doch in ordnung ,)

von Clement 20.07.2010 21:31

@weihnachtsmann: Danke! Ich gebe dir recht, diese Scheibe ist besser als die Vorgänger

von Bumsgeburt 30.08.2010 22:59

also ich fand die ersten beiden platten schon super. die hier find ich auch ziemlich gut obwohl ich gern ein wenig von ndr zurück hätte ;)

von yo! 31.08.2010 08:34

jesus höchst persönlich hat der platte den segen gegeben...deswegen brauch man sich das überhaupt nicht anhören!

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Ich fühle mich zu alt

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