Plattenkritik

In Flames - Come Clarity

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 11.12.2005

In Flames - Come Clarity

 

Also ich bleibe einfach mal dabei: In Flames haben ein Problem, und das ist hausgemacht: Sie haben sich über ihre bisherige Karriere hinweg ihre Fans selber in Gruppen zugeteilt. Da gibts erstmal die Die-Hard-Fraktion, deren Lieblingsscheiben nach wie vor diejenigen sind, die ganz am Anfang des Schaffens standen, soll heissen, die teilweise noch recht rohen und brutalen Death Metal-Frühwerke Lunar Strain und The Jester Race. Es folgt die Gruppe der Anhänger der 3 klassischen und szeneprägenden Göteborg-Werke Whoracle, Clayman und Colony, ehe man das eigens geschaffene Genre ein wenig verließ und mit den letzten Alben Reroute To Remain und Soundtrack To Your Escape neue Wege beschritt.
Das nun erscheinende "Come Clarity"-Brachialwerk wiederrum lässt sich auch nur bedingt in eine dieser drei Schubladen zuschreiben. Einerseits klingt das Album wirklich jederzeit nach In Flames und ist völlig unverkennbar, andererseits lößt man sich abermals von sämtlichen Barrieren und geht unbeirrt den In Flames Weg weiter.
"Come Clarity" ist nichts anderes als ein weiterer Meilenstein im Schaffen einer der faszinierendsten Metalbands der Neuzeit. Songs wie der famose Opener "Take This Life" (zugleich die erste Single) mit seinem wunderschönen Refrain, das mit einer begnadeten und packenden Gitarrenmelodie ausgestattete "Reflecting The Storm" oder das gar mit weiblichem Gesang veredelte "Dead End" sprechen für sich. Dazu kommen kurze und heftige Stücke wie "Scream", dass live sicher ein Knaller wird, oder, auf der anderen Seite, fast balladeske Töne wie beim Titelsong. Anders Fridens' Gesang ist variabler denn je, einzigartig wechselt er zwischen heftigstem Geschrei und warmen, klaren Gesang, die Gitarrenfraktion Gelotte/Strömblad zaubert mehr Traummelodien denn je aus dem Ärmel. Die Produktion ist abermals mächtig und erdrückend.
In Flames bleiben bodenständig, machen dort weiter wo sie aufgehört hatten, lassen sich von nichts beirren, und veröffentlichen mit "Come Clarity" ein Machwerk, dass ihnen einfach nur Recht gibt.

Alte Kommentare

von nightmare 20.12.2005 21:30

der absolute hammer. alle in flames fraktionen werden klar vereint ;)

von schwarzenbach 07.01.2006 23:01

gab es vor der neuzeit metalbands? gab es in der neuzeit metalbands? ich glaube nicht.

von Moritz 08.01.2006 17:00

naja wer weiss ob man nich schon im neandertal zum getrommel auf hohlen knochen den chris barnes-grunzgesang erfand?

von peter 27.01.2006 10:06

wie verdammt nocxh mal geil ist dat denn!!!!!

von rick 27.01.2006 18:06

nicht geil...

von Dark Metallica 04.02.2006 13:13

IN FLAMES haben wieder einmal ein GRANDIOSES Album hergestellt!! Mir gefallen eigentlich ALLE Songs, von ALLEN Alben. Ich weiß zwar nicht, warum viele sich so aufregen, dass sie nicht mehr Musik wie Anfang der 90er machen, ich find die Entwicklung jedenfalls spitze. Auch wenn ich mir manchmal wieder einen Song wünsche, der von \"The Jester race\" und \"Lunar Strain\" stammen könnte ;)

von Plödi 06.02.2006 22:10

HAMMER Album. V.a. die Plexiglas Box Edition ist der Hit

von Meatwhip 15.02.2006 14:24

Finde das Album nicht so geil wie STYE...nach dem 10ten Anhören muss ich sagen, die Songs klingen alle ein wenig zu monoton und abwechslungsarm...SCHADE! Greetz and hail to Metal Moe

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Moritz

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