Plattenkritik

In Liars We Trust - S/T

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 19.03.2007

In Liars We Trust - S/T

 

Bei mir ist so eine Sache mit Frauenstimmen bei Rock- und/oder Punkmusik. Bis auf ganz wenige Ausnahmen finde ich das irgendwie fast immer unhörbar. Und als dann der Gesang einsetzt beim ersten Song trifft das gleich wieder zu. Wie gesagt: Ich bin hier eindeutig vorbelastet.

Also gebe ich mir einen Tritt in den Gehörgang und sitze die Scheibe geduldig aus. Leider ist es so, dass FossFace und Josi Kat keinen Gesang präsentieren sondern eher eine Art Sprechschrei. Das trifft es wohl ganz gut. Und um meine Geduld noch ein bisschen mehr zur Zerreißprobe zu bringen, wiederholen sie auch jede wiederholbare Textzeile zwischen 5- und 15-mal – ja, in jedem Song. Musikalisch klingt das ganze wie das Standart-Werk „Klassischer Punk Rock für Anfänger“. Zusammenfassend sag ich einfach mal: Das ist nix. Im Grunde geht aber den „Künstlern“ hier nicht wirklich um die Musik, sondern viel mehr um die politischen Inhalte der Stücke. IN LIARS WE TRUST wollen provozieren und der Gesellschaft vor Augen führen was alles schief läuft und wie furchtbar alles ist. Also um die Songs kurz zusammen zu fassen: Krieg ist schlecht und macht keinen Frieden. Das Volk leidet unter der Regierung. Die Amis sind alle von ihrem bekloppten Fernsehen verstrahlt. Die Regierung ist total wahnsinnig. Es dreht sich alles nur ums Öl und Geld und Krieg ist immer noch schlecht. Ich gebe der Band ja völlig Recht mit dem was sie da sagen, aber die stumpfe und unkreative Ausdrucksweise gepaart mit der musikalischen Umsetzung lassen das ganze wie flache Demo-Ausrufe klingen und nicht wie ein Album, dass mir eine vernünftige und überzeugende politische Einstellung vermitteln will.

TRACK LIST
1. WHAT GIVES...
2. FOR THE PEOPLE
3. CHANGE IT!
4. YOU THE MAN
5. IN THE NAME OF PEACE
6. DENY AT ALL COST
7. HEAD ON THE LINE
8. GET IT
9. CATCH ME
10. EVERYBODY COMES AROUND

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Charlotte

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