Plattenkritik

In Twilight’s Embrace - Buried In Between

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Release Date: 01.03.2006
Datum Review: 21.02.2007

In Twilight’s Embrace - Buried In Between

 

Das die Polen nicht nur ein 1a Publikum sind und im Osten was Hardcore und Metalcore betrifft ja ohnehin ein Riesenfanblock vertreten ist, ist ja nichts Neues. Dass es auch gute Bands aus diesen Landen gibt, kommt auch mit Bands wie FAUST AGAIN, JOHN DOE und jetzt auch IN TWILIGHT’S EMBRACE zum Vorschein. Dabei klingen die Jungen Polen sehr wie HEAVEN SHALL BURN auf ihrer Hitscheibe „Antigone“ und erinnern sehr an den Metalcore von vor circa 2 Jahren.

Auch Vergleiche mit älteren CALIBAN-Sachen und dem NEAERA-Debüt sowie THE BLACK DAHLIA MURDER oder FALL OF A SEASON bleiben nicht aus. Einleitend in das Debüt der nun schon seit 2003 bestehenden Jungen ist das klassische Klavierintro, das sich auf so vielen Metalcore-Scheiben bewährt hat. Und auch hier leitet es melancholisch und perfekt in den ersten Song „Set Them Free“ein, der meiner Meinung nach auch einer der Kracher des Albums ist auch wenn er sehr an eine Hookline von HSB erinnert. Dann läuft das Album rund und ebenmäßig durch den CD-Player mit typischen Metalcore-Elementen, dem typischen Gesang, der ab und an etwas eintönig wirkt, nur aufgepeppt durch einige Growls.

Das Gitarrenarrangement ist sehr geschickt und kraftvoll angelegt und die Drums bilden eine tighte Soundwand und Unterlage für den auch sehr fett produzierten Sound. IN TWILIGHT’S EMBRACE versuchen die Wurzeln des Hardcore mit trashigem Metal zu verbinden und wissen auch laut Bandbio schon um ihre Ähnlichkeit mit den Größen des Metalcore. Doch sie wollen versuchen, noch eine Lücke für sich selbst zu finden in diesem Genre. Mit „Buried In Between“ ist ihnen das leider noch nicht gelungen. Man bekommt super Metalcore geboten, der ab und an dann aber auch etwas langweilig und schon sehr stereotyp anmutet und nichts Neues bieten kann. Gut und solide, aber nicht unbedingt ein Muss. Aber dennoch, wie das ja bei vielen Bands des Genres ist, ist das Ganze dann doch sehr eingängig und viele Riffs bleiben einem im Ohr. So auch bei “On The Verge Of Judegement” und „Hour Of Retaliation“. Dann zum Schluss das übliche Instrumental, das aber auch wie das Intro einfach die passende Stimmung erzeugt ohne komisch anzumuten. Es zeigt auch noch mal die gute Riffingarbeit der Gitarren und das Album wird dann noch mal von einem heftigen Song „Still Before My Eyes“ abgerundet. Besonders hervorzuheben ist noch das außerordentlich großartige Artwork der Scheibe, das tolle Digi-Pack-Format und, dass jedem Songtext auch noch eine kleine Anekdote bzw. Erläuterung beigefügt wird, was leere Inhalte der Lyrics ad absurdum führt und das ganze auf eine sehr persönliche Ebene bringt. Von mir gibt’s für dieses solide Metalcore-Werk mit der Hoffnung auf noch mehr Abwechslung und Eigenständigkeit 7 Punkte.

Tracklist:

01 Prelude. Love Enslaved.
02 Set Them Free
03 Buried In Between
04 On The Verge Of Judgement
05 Hour Of Retaliation
06 The Hollow Men
07 The Darkest Crime
08 Passage. Farewell.
09 Still Before My Eyes

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Janina

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