Plattenkritik

Incite - All Out War

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Release Date: 23.11.2012
Datum Review: 17.11.2012

Incite - All Out War

 

Die Pressemitteilung, dass INCITE um Frontmann Richie Cavalera (Stiefsohn von Max Cavalera) ihr zweites Album veröffentlichen, ging mir ehrlich gesagt völlig am Arsch vorbei. Zu unlebendig erschien mir ihr Debüt “The Slaughter“, so dass ich wiederum ein seelenloses Modernmetal-Gewichse erwartete.

Mit „All Out War“ verhält es sich allerdings etwas anders, denn das Quartett aus Phoenix ist besser geworden. Vor allem an den Thrash-Hooks ist gearbeitet worden, so zeigen sie gleich beim Eröffnungstrack einen gewissen Wiedererkennungsfaktor. Nach wie vor wildern sie im Metal- und Hardcore, vor allem Richie’s Stimme kommt wesentlich aggressiver und mit mehr Konturen versehen rüber. Nach und nach entfaltet sie einen gewissen unangenehmen Charakter, der mit düsterem Teint wie ein Nebel über dem Album liegt. Dann haben sie einen Sprung im Songwriting gemacht, „Hopeless“ ist ein schönes Beispiel dafür. Hier wird das Gas zurück und die Ausdrucksstärke nach vorn genommen. So spürt der Hörer förmlich, was der Titel transportieren soll und nach den knapp 5 Minuten ist es an der Zeit, nach dem ganzen schwarz/weiß Farbe zu trinken. Einen Sprung nach vorn ist auch die Produktion, kein geringerer als ex-MACHINE HEAD/SOULFLY Gitarrist Logan Mader übernahm die Regler und zimmerte einen dreckig fetten Metalcore-Sound, der es vermag, die Brachialität wiederzugeben. Obwohl INCITE nur einen Song unter 3 Minuten zusammengezimmert haben (die meisten Restlichen pendeln sich knapp unter 5 ein), kommt nicht einmal der „wo ist die Skip-Taste?“-Gedanke auf. Wieder ein Pluspunkt gegenüber dem ersten Album.

Insgesamt also eine deutliche Leistungssteigerung, wobei immer unter der Oberfläche schwelt, dass bei dieser Band noch deutlich mehr abrufbar ist. Warten wir es ab...

Tracklist:
1. The Aftermath
2. 4Ever Loko
3. Feel The Flames
4. Hopeless
5. Retalliation
6. Exposed
7. Nothing Remains
8. Die Alone
9. Consequences Of Life
10. Departure

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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