Plattenkritik

Inevitable End - The Oculus

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Release Date: 24.05.2011
Datum Review: 28.05.2011

Inevitable End - The Oculus

 

Nach dem Weggang der MATHCORE Pioniere von DILLINGER ESCAPE PLAN klafft noch immer eine tiefe Wunde bei Relapse. Mit „The Oculus“ von INEVITABLE END veröffentlicht man einen gewaltigen Bastard, der Massen an Energie versprüht und sich anschickt diese Wunde zu stopfen.

Die vier Schweden haben mächtig Feuer im Arsch. Musikalisch widmet man sich auf „The Oculus“ nicht nur dem MATHCORE, sondern beschallt seine Hörer im ordentlichen Tempo mit Batzen aus DEATH und GRIND von höchst technischer Güte. Von Sekunde eins an rasen die Göteborger wie vom Wahnsinn infiziert in alle möglichen Himmelsrichtungen, um sich dann irgendwann mal für einen kurzen Augenblick wieder in der Mitte zu vereinen, ohne aber dabei komplett orientierungslos zu wirken. Das klingt wie „Calculating Infinity“ ohne Jazz, der verstörten Aggressivität junger Converge und der Erbarmungslosigkeit eines Charles Bronson.
Selten sind jedoch die Momente, in denen man im Klangchaos von INEVITABLE END den rettenden Strick findet, um sich aus dem Sumpf des Wahnsinns zu ziehen. Dabei sind es gerade diese greifbaren Augenblicke, in denen die Schweden ihre Stärke ausspielen.
Auch wenn der Abschlusstrack „Of Sublime Dimensions“, der schon fast ein wenig an die leider ruhenden BURST erinnert, ein wenig aus dem Rahmen fällt, ist er ein wirklich gelungener Abschluss von einem Album, welches einem wirklich Nerven raubt, bei dem man aber nach jedem Hören, immer wieder neue Eindrücke dazu gewinnt.

Tracklist:
01. Tell Us, Parasites
02. Escaping the Black Hole
03. Zen
04. Dogmites Paralies
05. The Supreme Treachery
06. The Oculus
07. While Surpassing Ether
08. Of the Well
09. Chamber of Apathy
10. Memento
11. Me Tem Psy Cho Sis
12. Cadaver Inc.
13. Of Sublime Dimensions

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Mulder

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