Plattenkritik

Institute - Distort Yourself

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 19.09.2005

Institute - Distort Yourself

 

BUSH spielten sich in den Neunzigern mit ihrem massentauglichen Rock ganz nach oben, sogar in den USA erreichten sie trotz ihrer britischen Herkunft hohe Chartpositionen. Das letzte Album "Golden State" aus dem Jahre 2001 fand allerdings keinen rechten Publikumserfolg mehr und BUSH verschwanden von der Bildfläche.
BUSH-Frontmann Gavin Rossdale meldet sich nun nach 4jähriger Abwesenheit mit seiner neuen Band INSTITUTE wieder zurück ins Musikbiz. Das Debüt-Album "Distort Yourself" wurde von einer illustren Schar aus Musikern eingespielt: Chris Traynor von HELMET an der Gitarre, Cache Tolman von CIV und RIVAL SCHOOLS am Bass und Charlie Walker von CHAMBERLAIN am Schlagzeug. Rossdale's Angetraute Gwen Stefani beteiligte sich auch mit einigen Background Vocals.
INSTITUTE klingen dabei wie eine Mischung aus BUSH und HELMET, was nicht verwundert, da das Album von Helmet-Kopf Page Hamilton produziert wurde. Traynors massive Stakkato-Riffe versuchen ein Hardrock-Flair zu erzeugen, welches aber nicht glaubwürdig rüberkommt und irgendwo zwischen Lautsprechermembran und Innenohr auf der Strecke bleibt. Die Produktion ist dafür schon fast zu perfekt und teilweise schimmern Assoziationen zu LIMP BIZKIT oder sogar JON BON JOVI durch. Rossdale wollte zwar eine aggressivere und rauhere Platte als seine bisherigen Alben machen, aber sie klingt dann teilweise doch zu sehr nach einem blitzenden und verchromten Soundtrack für einen Hollywood-Actionblockbuster. INSTITUTE sind nicht schlecht, aber der richtig tolle Wurf einer neuen "Supergroup" ist es nicht. Mit den alten Scheiben von BUSH und HELMET ist man auf jeden Fall besser bedient.

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Tilman

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