Plattenkritik

Isolation Years - Sign, Sign

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Release Date: 27.04.2007
Datum Review: 13.04.2007

Isolation Years - Sign, Sign

 

Aus den nördlichsten Gefilden Schwedens kommt diesmal nicht die neueste Retro-Rock Sensation, sondern das vierte Album der ISOLATION YEARS, die mal wieder melodischen, entspannten Folk-Pop kredenzen.

Das gibt’s dann aber literweise. An Unschuld, Vogelzwitschern und Backing-Chören wurde nicht gespart. Dafür dann aber eine Kampfansage an schwedische Radiosender. Das vordergründige Thema ist nämlich (Trommelwirbel): Christliche Religion (Tusch)! Schockierend für die doch so satanischen Einsiedler des verschneiten Nordens? Eine Kampfansage gegen eine Welt, in der alte Werte immer mehr verfallen und Religion nur noch als Zugpferd für Krieg und Zahnpasta gebraucht wird? Wir können nur mutmaßen, vielleicht ist es einfach nur ein Tabu-Thema, wenn man in sonst so brave Folk-Pop Stückchen das gelegentliche „Jesus“ da und „Satan“ dort einwirft.

Polarisieren dürfte das nur in Schweden. Religionsfreiheit und so, Sie wissen schon.
Dabei klingen ISOLATION YEARS verdächtig schwedisch, sodass bei „That´s All There Is“ die MANDO DIAO Alarmglocken schellen. Trotzdem sind durchaus schöne Lieder vorhanden, das ruhige, aber mit Ohrwurm-Refrain doch gemeine „Daddy I´m A Pilgrim Now“ etwa. Und mit „The Monastery Waits“ wird mal eben der evangelische Jugendtreff aufgemischt und das Cembalo zum Rocken, Verzeihung, zum Folk-poppen gebracht.
Illusionen sollte man sich hier keine machen, den neuen Folk-Genie Streich findet man auf „Sign, Sign“ nicht, aber unterhaltsame Songs im SHINS Stil, gefällige Melodien und nicht ganz ernst gemeinte christliche Metaphern dafür allemal.


1. Albino Child
2. Landslide
3. That’s All There Is
4. Mostroems Instrumental
5. Daddy I’m A Pilgrim Now
6. The Monastery Waits
7. Say Nothing Day
8. The Way Wasn’t Me
9. A Lonely View
10. Sign, Sign
11. Lugnet
12. Soldiers On Leave

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Dennis

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