Plattenkritik

JARED HART - Past Lives & Pass Lines

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Info

Release Date: 22.04.2016
Datum Review: 02.05.2016
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. The Guillotine
02. The Leo
03. Deacon Ain’t Dead Yet
04. Totem
05. The Runaround
06. Interlude
07. Heads Or Tails
08. Ditch Digger
09. Basements
10. Trenton Makes

Band Mitglieder

 

Jared Hart

JARED HART - Past Lives & Pass Lines

 

In seiner Freizeit - also der Zeit abseits von seiner Musik - widmet sich JARED HART am liebsten: seiner Musik. Wer haette gedacht, dass der Frontmann von THE SCANDALS solo so klingt wie, ja wahrhaftig, der Frontmann von THE SCANDALS solo. Und das ist durchaus als Kompliment gemeint.
 
Auf "Past Lives & Pass Lines" hat sich der Punkband-Kopf also fuer eine entstoepselte und zurueckgelehnte Version als Pendant zu seinem Working-Class-Core entschieden. Das ist weder neu noch innovativ noch bedarf es immensen Details, doch schlaegt sich HART mehr als wacker. "The Guillotine" ist mehr als ein nacktes "Mach-ich-auch-so"-Alibi und verteidigt die Liebe zu Folk und Americana. Wer mag, kann hier schlicht ein weiteres Haekchen neben Ragan, Barry, Nichols und Co setzen. Allerdings empfehlen sich auch das AGAINST ME!-schmissige "The Leo" oder das sonnig-countryeske "The Runaround" mit seiner Slidegitarre und unaufgringlicher Harmonika als durchaus angenehme Zeitgenossen. In Sachen Melodie und Feinjustierung spendiert der Musiker aus New Jersey den Beitraegen seines Solodebuts sogar noch einen Hauch mehr Liebe und Detail. "Deacon Ain’t Dead Yet" koennte auch ein lautstark durchstartender Punksong sein, der in seiner dargebotenen Version jedoch keinesfalls die ruppigen Choere vermissen laesst. "It's a long damn road to Nashville" singt HART und schmaelert dabei wohl kaum die eigene Heimat. "Ditch Digger" ist simples aber molliges Lagerfeuerfutter, "Basements" stuetzt sich ganz und gar auf das ueppige und verlaessliche Organ des Stehaufmaennleins JARED HART. Das hintergruendige Schlagzeug hat der laengste unter der zehn Song eigentlich nicht noetig - vielmehr hingegen macht das warme Glockenspiel bei "Totem" aus. Jenes macht aus "Past Lives & Pass Lines" zwar noch lange keine Offenbarung - aber viel mehr als einen erstickten Zwang, demnaechst ausgebrannt neben einer Akustikgitarre im Zug durch Europa aufzuwachen.
 

Autor

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Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

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