Plattenkritik

J.B.O. - 2000 Jahre J.B.O. - Live

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Release Date: 21.05.2010
Datum Review: 28.09.2010

J.B.O. - 2000 Jahre J.B.O. - Live

 

Ein erfolgreiches Jahr geht für diese Cover-Band der besonderen Art zu Ende. Über Generationen hinweg sorgt das Quartett aus Bayern nun schon für schmerzende Lachmuskeln im Gesicht und Bauch. Nach 20 Jahren und einer Chartposition unter den Top 10, hat nun auch eine mehr als erfolgreiche Jubiläumstournee („I Don´t Like Metal – I Love It“) abgeschlossen und das Special-Geburtstags-Konzert mit über 4.000 Fans gerockt. Nun erstürmen die Recken das 21. Jahrhundert mit der Mission auch die nächsten 20 Jahre noch für hohen Unterhaltungswert zu sorgen.

Den Anfang machen sie mit einem Package, welches bereits im Mai diesen Jahres in die Läden kam, das eine CD, oder die erweiterte Variante + Live DVD, enthält. Über 15 Songs aufgenommen an ihrem Geburtstagskonzert fallen qualitativ hochwertig über den Zuhörer her und zeigen, dass J.B.O. bei allem Spaß vor allem auch eines sind: Sehr gute Live-Musiker! Wenn man sich „2000 Jahre J.B.O.“ anhört, dann könnte man mitunter meinen, man hätte ein reguläres Studioalbum der Band gekauft. Der Sound ist für ein Live-Album erstaunlich gut, ohne aber eine gewisse räumliche Atmosphäre zu vermissen. Das Publikum ist ein beständiger Geräuschpegel, ohne jedoch die Songs zu überlagern oder eventuelle Fehler zu kaschieren. Die würde man hier eh nicht finden. Von Gitarren- bis hin zu Vokaleffekten ist einfach alles vorhanden, was man von der Platte kennt und dazu auch noch perfekt performed. Sehr gut.
Die 15 Songs (u.a. „Ein bisschen Frieden“, „I Don´t Like Metal“ oder „Verteidiger des Blödsinns“) sind aber nicht nur reine Blödelattacken, sondern sind definitiv Kopf-Propeller-Contest geeignet und vor allem: Manchmal besser als das Original! Natürlich darf auch der Klassiker schlechthin nicht fehlen: „Ein guter Tag zum Sterben“ - hauptsächlich durch das Publikum gesungen. Den krönenden Abschluss macht unter anderem das deutsche „Wir sind die Champignons“ das auch dem letzten Kritiker aufzeigt, wie talentiert die Band ist, besonders mit Blick auf ihre Sangeskünstler G. Laber und Vito C. Da bleibt kein Auge trocken und Metaller-Herz unberührt. Die Leichtigkeit des Seins hat einen Namen: J.B.O. Man darf sich und das Leben auch einfach mal nicht zu ernst nehmen. Vielen Dank dafür!

Tracklist:
1.Head Bang Boing
2.Dio in Rio
3.Sex Sex Sex
4.Das Eine
5.I Don’t Like Metal
6.Ein bisschen Frieden
7.Fränkisches Bier
8.Bimber Bumber Dödel Dei
9.Arbeitslos und Spaß dabei
10.Verteidiger des Blödsinns
11.Bolle
12.Ein guter Tag zum Sterben
13.Könige
14.Wir sind die Champignons
15.Ein Fest

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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